Siem Reap

Nicht nur Heimat der Tempelanlagen von Angkor Wat

Siem Reap ist der Name der wohl bekanntesten Provinz Kambodschas. Sie liegt im Nordwesten des Landes und zählt weniger als eine Million Einwohner.

Der Süden der Provinz, in dem sich ein fruchtbares Flachland mit zahlreichen Reisfeldern erstreckt, grenzt an den Tonle Sap See – das größte Süßwasserreservoir Südostasiens mit einem enormen Fischreichtum sowie einigen schwimmenden Dörfern. Ebenfalls im südlichen Bereich liegt die gleichnamige Provinzhauptstadt Siem Reap – nur wenige Kilometer nördlich des Tonle Sap Sees. Der leicht bergige Norden hingegen ist mit dichtem Wald überzogen. Durch ihn zieht sich der Siem Reap Fluss, der im Süden in den Tonle Sap See mündet.

Siem Reap, Sehenswürdigkeit Nachtmarkt
Siem Reap, Nachtmarkt

Die kleine Provinzhauptstadt Siem Reap ist aufgrund ihrer Nähe zu den weltberühmten Tempelanlagen von Angkor (Angkor Wat) in den letzten Jahren ein stark frequentiertes Reiseziel für Touristen aus aller Welt geworden. Siem Reap dient den meisten Besuchern als Ausgangspunkt für Besichtigungstouren zu den Ruinen, die nur etwa fünf Kilometer in nördlicher Richtung liegen. Durch die enorme Anzahl an Touristen, sind in der Stadt während der letzten Jahre zahlreiche Hotels und Gästehäuser, Restaurants und Weinlokale, Massagestudios und Spas aus dem Boden geschossen. Viele alte französische Läden und Häuser erinnern noch an die Kolonialzeit, als Kambodscha von den Franzosen beherrscht wurde. Mit ihren zahlreiche schattenspendenden Bouldvards und dem Fluss verbreitet sich in der Stadt eine wunderschöne Atmosphäre.

Beste Reisezeit für Siem Reap

In Kambodscha herrscht ein tropisches Klima. Die beste Reisezeit für Siem Reap ist von November bis März, also während der kühleren Monate der Trockenzeit, wenn die Temperaturen meist nicht über 30°C steigen. Im Dezember und Januar kann es vor allem abends und morgens etwas kühl werden. Ab März wird es in Siem Reap mit bis zu knapp 40°C sehr heiß – und dies vor allem im Mai, bevor die Regenzeit beginnt, die bis Oktober anhält. Die Luftfeuchtigkeit wird dann extrem hoch und in ländlichen Gegenden sind nach den oft heftigen Regengüssen viele Straßen nicht mehr befahrbar.

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Sehenswürdigkeiten in der Stadt Siem Reap

Die meisten Besucher bleiben meist nur zum Übernachten in Siem Reap und sind bereits ab dem frühen Morgen in den Tempelanlagen von Angkor Wat unterwegs. Doch auch die kleine Stadt selbst hat Sehenswürdigkeiten zu bieten.

 

  • In Siem Reap gibt es einige Tempel, die einen Besuch lohnen. Der Tempel Wat Bo aus dem 18. Jahrhundert beeindruckt mit seiner großen Pagode und den Wandmalereien, die das Leben des Buddhas darstellen. Der etwas mehr als einen Kilometer nördlich vom Zentrum gelegene Tempel Wat Thmei wurde erst 1992 erbaut und zeigt seinen Besuchern demnach eine sehr moderne Pagode. Weitere Tempel sind der Wat Keseram und der Wat Preah Prom Rath.
  • Wenn Sie sich auf einen Besuch der Tempelanlagen von Angkor Wat einstimmen möchten oder einen Überblick über die weitläufigen Komplex gewinnen möchten, dann besuchen Sie das Angkor Wat in Miniatur. Hier ist die Tempelanlage von Angkor Wat in klein nachgebaut.
  • Das Angkor National Museum gibt seinen Besucher eine Einführung ins Reich der Khmer. Es sind vor allem Steinmetzarbeiten wie Reliefs und Figuren, die hier neben anderen Artefakten ausgestellt sind. Doch soll das Museum einen Gesamteinblick in die Geschichte sowie kulturelle, religiöse und politische Bedeutung von Angkor liefern.
  • In Siem Reap gibt es verschiedene Märkte, auf denen Sie alles mögliche an Fressalien und so vieles mehr finden – nennenswert sind der Phsar Chas (alter Markt) am Flussufer, der Phsar Kandal oder der Phsar Leu Thom Thmey (großer, neuer Markt). Auf dem ‚Made in Cambodia Market‘, der zweimal monatlich stattfindet, gibt es nur in Kambodscha hergestellte Waren sowie ein reiches Unterhaltungsprogramm mit traditioneller kambodschanischer Musik.

Weitere Aktivitäten in der Provinzhauptstadt

Suchen Sie etwas Abstand zu all den Eindrücken der zahlreichen Tempelanlagen, dann hat Siem Reap viele weitere Aktivitäten zu bieten. Sie können an einem der Kochkurse teilnehmen und typisch kambodschanisches Essen zubereiten lernen.

Auf einer Fahrradtour lässt sich besonders schön die Natur der Umgebung von Siem Reap erkunden.

Nach einer anstrengenden Besichtigungstour lässt sich der Tag am besten mit einer wohltuenden Massage oder einer Spa-Behandlung abrunden. Es gibt zahlreiche Angebote in Siem Reap.

Phare – ein kambodschanischer Zirkus – zeigt seinen Gästen eine beeindruckende Khmer-Choreographie mit viel Gefühl und großer Professionalität. Das Spektakel findet unweit des Nationalmuseums statt. Wir finden Siem Reap sollte auf keiner Kambodscha Rundreise fehlen. 

Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten rund um Siem Reap

  • Die Stadt Siem Reap ist an erster Stelle Ausgangspunkt für Ausflüge zu den Tempelanlagen von Angkor Wat, die weniger als zehn Kilometer nördlich der Stadt liegen. Doch zudem bietet die Umgebung weitere Sehenswürdigkeiten, die einen Besuch lohnen.
  • Das Landminen Museum befindet sich etwa 25 Kilometer von Siem Reap entfernt, etwa fünf Kilometer südlich des Banteay Srei Tempels. Sie können hier einen Einblick in die Nachkriegsarbeit von Kambodscha erhalten, indem sie unter anderem selber auf die Suche nach deaktivierten Minen gehen. Zudem sehen Sie hier Bilder, die die Grauen des Krieges darstellen. Die Spendengelder von Besucher gehen an die dringend notwendige Arbeit der Entschärfung von Minen in der Umgebung.
  • Das Banteay Srei Butterfly Centre ist das größte Schmetterlingszentrum in ganz Südostasien. In dem Garten fliegen tausende Schmetterlinge, die mehr als 30 verschiedenen einheimischen Arten angehören. Der Schmetterlingsgarten befindet sich auf dem Weg zum Landminenmuseum.
  • Etwa einen Kilometer südlich des Stadtzentrums liegt eine Krokodilfarm. Hier leben hunderte von Krokodilen.
  • Im Khmer Ceramics Centre können Sie die Herstellung wunderschöner Keramikgegenstände beobachten. Zudem haben Sie die Möglichkeit die traditionellen Techniken in einem der dort angebotenen Kurse zu erlernen. Das Keramik Zentrum liegt auf dem Weg zu den Tempelanlagen von Angkor Wat.
  • Unweit von Siem Reap liegt der Tonle Sap, der größte Binnensee Südostasiens mit einem der größten Fischreichtümer weltweit. Neben hunderten verschiedener Fischarten, leben hier auch verschiedenste Wasservögel, Krokodile, Schlangen, Schildkröten, Otter und viele Tiere mehr. Es gibt die Möglichkeit an einem der für Touristen angebotenen Bootsausflüge teilzunehmen und die entlang des Ufers gelegenen schwimmenden Dörfer zu besichtigen. So etwa das floating village Chong Kneas bestehend aus zahlreichen Hausbooten, in denen sich neben den Wohnungen der Einheimischen auch die Schule, das Krankenhaus und alles andere was das tägliche Leben erfordert befindet. In den letzten Jahren ist dieses Dorf jedoch ein von Touristen stark frequentiertes und somit kommerzielles Ausflugsziel geworden, so dass die ursprüngliche Atmosphäre weitestgehend verloren ging. Ein weiteres Dorf ist Kampong Phluk, welches auf Stelzen erbaut ist.

Anreise

  • Mit dem Flugzeug: Weniger als zehn Kilometer westlich von Siem Reap liegt der internationale Flughafen der Stadt. Er wird von der kambodschanischen Hauptstadt Phnom Penh sowie von zahlreichen Städten außerhalb des Landes, wie etwa Bangkok (Thailand), Singapur, Hanoi und Ho Chi Minh City (Vietnam), Vientiane (Laos), Kuala Lumpur (Malaysia) und weiteren Destinationen angeflogen.
  • Mit dem Boot: Von Phnom Penh aus gibt es eine tägliche Bootsverbindung nach Siem Reap. Während es zuerst auf dem Fluss losgeht, gelangt man bald auf den Tonle Sap See mit seinem braunen Wasser, den es zu überqueren gilt, bevor man nach etwa fünf Stunden – in der Trockenzeit aufgrund des niedrigen Wasserstands meist einige Stunden mehr – sein etwa 250 Kilometer entferntes Ziel erreicht. Der Hafen liegt am Tonle Sap See in Chong Khneas – etwa elf Kilometer südlich von Siem Reap. Auch von Battambang fahren Boote nach Siem Reap, die jedoch vor allem in der Trockenzeit aufgrund des niedrigen Wasserstandes einen halben Tag oder länger bis nach Siem Reap benötigen.
  • Mit dem Bus: Der Busbahnhof von Siem Reap liegt etwa drei Kilometer östlich des Stadtzentrums. Die Anreise von der etwas mehr als 300 Kilometer entfernt liegenden Hauptstadt Phnom Penh dauert oft bis zu 7 Stunden und ist mehrmals täglich möglich. Zudem können Sie aus weiteren Städten, wie etwa Battambang, Poipet oder Sihanoukville mit dem Bus anreisen. Von der Grenzstadt Poipet dauert eine Fahrt mit einem Reisebus etwa vier Stunden.
  • Mit dem Taxi: In Kambodscha haben Sie die Möglichkeit für relativ wenig Geld ein privates Taxi für Fernstrecken zu mieten. Von Phnom Penh aus dauert die Fahrt etwa fünf Stunden nach Siem Reap. Vom Grenzort Poipet (Thailand-Kambodscha) benötigen Sie etwa zwei Stunden.
  • Anreise von Bangkok: Neben der Möglichkeit per Flugzeug anzureisen, können Sie von Bangkok aus auch auf dem Landweg nach Siem Reap fahren. Von der thailändischen Hauptstadt geht es zuerst, zum Beispiel mit dem Bus, in den Grenzort Aranyaprathet. Von Aranyaprathet fahren Tuk-Tuks zur Grenzstelle. Wenn alles erledigt ist, stehen Sie in der kambodschanischen Grenzstadt Poipet, von wo aus die Reise mit dem Bus oder Taxi weiter nach Siem Reap geht.

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