Ratanakiri

Unentdeckte Natur in Kambodscha erforschen

Im Nordosten Kambodschas türmen sich die Berge des Truong-Son-Gebirges, die gen Süden in flache Hügel abfallen. Die rote, fruchtbare Erde der Vulkan-Region wechselt sich ab mit tropischen Laubwäldern, den artenreichsten Mittelasiens. Ratanakiri ist bekannt für seine natürliche Schönheit und reichen Bodenschätze. Trotzdem ist die an Laos und Vietnam grenzende Provinz die am wenigstens entwickelte des Landes. Die Bevölkerung wohnt zum größten Teil in noch traditionell geführten Bergdörfern und geht der Landwirtschaft nach. Für Besucher Kambodschas ist Ratanakiri daher zwar eine etwas beschwerliche, aber doch lohnende Reise. Denn hier haben Sie die Möglichkeit, nicht nur atemberaubende Natur und seltene Tiere zu entdecken, sondern auch die Menschen und deren Bräuche kennenzulernen.

Provinz Ratankiri
Elefantentrekking in der Provinz Ratankiri

So sieht das Wetter in der Provinz Ratanakiri aus

In Kambodscha liegen die durchschnittlichen Höchsttemperaturen bei rund 34°C. Durch seine große Waldfläche ist es in Ratanakiri glücklicherweise meist etwas kühler. Über das Jahr verteilt herrscht hier das typische Monsunwetter. Von Juni bis Oktober ist es teilweise so regnerisch dass es in einige Teile der Provinz kein Durchdringen gibt. Dafür sind die Wasserfälle der Region dann um so schöner anzusehen. Von November bis Januar ist es trocken und relativ kühl bei durchschnittlich 27°C. Die heiße Phase beginnt im Februar und endet im Mai. 

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Banlung, die kleine Hauptstadt

Wenn Sie aus Richtung Vietnam einreisen, ist Ihre erste Anlaufstation in Ratanakiri sicherlich Banlung. Die Hauptstadt der Provinz wurde 1979 von Voen Sai hierher verlegt, um den Wirtschaftsverkehr mit dem Nachbarstaat anzukurbeln. Mit seinen nur rund 17 000 Einwohnern ist es doch die größte Stadt der Region und zieht Bauern der umliegenden Dörfer an, welche Ihre frischen Waren und Gebrauchsgegenstände auf dem städtischen Markt verkaufen. Hier wird auch mit Edelsteinen wie dem blauen Zirkon, Onyx und Amethyst aus den heimischen Minen gehandelt. Etwas außerhalb der Stadt liegt der Eisey Patamak-Berg. Das Wat Rahtanharahm haust einen riesigen liegen Buddha. Wenn Sie Lust auf eine kleine Wanderung haben, erklimmen Sie die Spitze des Patamak und bewundern Sie die grün funkelnden Blätter der umliegenden Felder. Als Ausgangspunkt für Ausflüge eignet sich Banlung gut. Hier kommen Sie in günstigen Hotels oder hochpreisigen Bungalows unter. Kurz außerhalb der Stadt liegt der Kan Siang-See, an dem man auch übernachten kann. Der Sonnenuntergang über dem Wasser bietet einen wunderbaren Abschluss für den Tag.

Unruhig, mit Aussicht auf Touristen

Das heutige Ratanakiri wurde bereits in der Bronzezeit besiedelt. Seitdem ging es durch die Hände so einiger Eroberer wie den Cham, Khmer und Thais, blieb aber nie lange unter einer festen Regierung. Erst im 18. Jahrhundert ging es in laotische Hände über, im 19. Jahrhundert wiederum an eine Thai-Regierung. Langegrassierte der Sklavenhandel, bei dem Menschen der Region von anderen Gruppen verschleppt wurden. Dies änderte sich erst langsam, als Frankreich sich Ratanakiri als Teil seiner Kolonien einverleibte. Während dieser Zeit wurden auch die weitreichenden Gummiplantagen angelegt, die Sie noch heute, besonders um Banlung herum, finden werden.

 

1959 wurde Ratanakiri offiziell gegründet. Der Name steht für die bekannten Merkmale der Provinz: seine Edelsteine (rattana) und seine Berge (kiri). Die neuere Geschichte ist geprägt von den blutigen Unruhen in Verbindung mit den Roten Khmer, die sich mit den Minderheiten der Region gegen die offizielle Regierung stellten. Erst 1990 kehrte wirklich Ruhe ein, als die letzten der größeren Rebellengruppen ihre Waffen abgaben. Inzwischen liegt der Trend im Land zu einer Erweiterung der Beziehungen mit Vietnam, was nicht nur positive Folgen für die Bevölkerung hat. Außerdem werden Straßen ausgebaut und ein Versuch gemacht, die Bildungschancen der Bewohner zu verbessern. Dazu kann auch teilweise der Öko-Tourismus, welcher in den letzten Jahren zugenommen hat, beitragen.

Land der Wasserfälle und Naturparks

Rattanakiri ist zum größten Teil mit Wald bedeckt. In diesem Kosmos aus unterschiedlicher Vegetation hat sich eine vergleichsweise breite Palette an Tierarten angesiedelt, die in anderen Regionen Asiens nicht weit vom Aussterben sind. So finden Sie im Virachey Nationalpark, rund 40 Kilometer nördlich von Banlung, einen noch unentdeckten Teil dieser Erde vor. Dieser ist jedoch von illegalen Abholzungen gefährdet. Weiter südlich im Lomphat Wildtierschutzgebiet können Sie auf einer Wanderung Tiger, indische Bisons, Sonnenbären, und Riesen-Ibisse entdecken. Nördlich von Banlung schlängelt sich der Kontung durch das Land und stürzt am Kachang Wasserfall rund zwölf Meter in die Tiefe. Auf dem Rücken eines Elefanten können Sie sich den Wasserdunst um die Nasen blasen lassen oder ein erfrischendes Bad im unteren, ruhigen Teil des Flusses nehmen.

Der See im Vulkan

Nur ein paar Kilometer von Banlung entfernt spiegelt sich der Himmel in der silbernen Oberfläche des Yeak Laom Kratersees. Dieser gehört zu einem geschützten Gebiet. Hier und auch in anderen Teilen der Region sollten Sie sich nur mit einem ortskundigen Guide auf den Weg machen. Denn die Dorfgemeinschaften legen großen Wert auf Ihre umliegende Natur. Viele der hier lebenden Gruppen gehören dem animistischen Glauben an. Zu bestimmten Zeiten, besonders während Opferzeremonien, sollten Sie nicht ungefragt heilige Stätten oder die Dörfer betreten. Das gilt sonst als Beleidigung. Zur rechten Zeit und mit einem lokalen Guide könnten Sie jedoch Glück haben und gar zum Essen eingeladen werden. Der Rundweg um den See wird durch ein kleines Volksmuseum im traditionellen Baustil der Region ergänzt.

Anreise nach Ratanakiri

  • Der Flughafen von Ratanakiri liegt direkt an der Stadt Banlung, ist aber schlecht ausgebaut und wird nicht von kommerziellen Airlines angeflogen. Wenn Sie die Finanzen haben, können Sie sich jedoch einen Privatflugchartern.
  • Mit dem Bus: Die Reise von Phnom Penh dauert etwa 12 Stunden, mit etwas Glück, 10 Stunden und kostet rund 8 Euro

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