Prey Veng

Die traumhaft ruhige Provinz

Die Provinz Prey Veng liegt im Süden des Landes und etwas östlich von Phnom Penh. Die Provinzhauptstadt, die ebenfalls Prey Veng heißt, liegt genau im Westen an der Grenze der Provinz am legendären Mekong. Die weitere Provinzgrenze bildet der nach Süden fließende Mekong. Hier findet auch das meiste Leben der ansonsten recht dünn besiedelten Provinz statt. Östlich der Hauptstadt findet sich noch ein großer Binnensee – der Tonle Bassac – welcher ebenfalls vom Mekong gespeist wird. Das Hinterland war einst von einem imposanten Regenwald dominiert, welcher der Provinz auch ihren Namen, der übersetzt ´der lange Wald´ bedeutet, eingebracht hat. Dieser Urwald wurde aber schon vor mehr als 30 Jahren zugunsten von Ackerland nahezu komplett gerodet. Viel zu sehen gibt es für Touristen daher in dieser Provinz nicht. Nur wenn Sie Kambodscha einmal anders als zwischen Traumstränden, Dschungeltrekkings und Tempelruinen erleben möchten, sind Sie hier genau richtig.

Ein Reisfeld in der Provinz Prey Veng
Prey Vengs wunderschöne Natur

Entspannte Abenteuer abseits der Touristenpfade

Über 80% der hier lebenden Kambodschaner sind einfache Bauern. Dazu kommen noch einmal knapp 14% Fischer, die vor allem am Mekong und am Tonle Bassac leben. Eine Handvoll Händler sowie einige Verwaltungsbeamte gesellen sich noch dazu. So ergib sich ein insgesamt fast archaisches Gesellschafsbild. Genau das wäre ihr Hauptanliegen, um hier her zu reisen. Solche von der Tourismusindustrie unberührten, ja, fast vergessenen Gebiete finden sich nämlich in Südostasien (leider) immer seltener.

 

Hier unterwegs zu sein ist ein Abenteuer und kein Wohlfühlurlaub. Selbst in der Provinzhauptstadt werden die Menschen ihnen neugierig hinterhersehen und wahrscheinlich werden Sie an jeder Straßenecke von lachenden Kindern umringt sein, die unbedingt mal ihre blonden, goldenen Haare anfassen wollen. Aber keine Sorge – die Kambodschaner, gerade in solch ländlichen Gebieten, können es mit den Laoten durchaus aufnehmen, wenn es um den ersten Platz beim Freundlichkeitswettbewerb geht. Hier wird auch nicht wie in Indien aggressiv gebettelt. Die Menschen hier werden nur genauso neugierig wie Sie bei jeder Begegnung sein. Und das ist doch sehr erfrischend, gerade in Südostasien, wo der Tourismus schon ganze Landstriche und Bevölkerungsgruppen korrumpiert und für die Schönheit rein zwischenmenschlicher Begegnungen unempfänglich gemacht hat.

Die Highlights von Prey Veng

Die Gegend um Prey Veng Stadt  hatt viele Attraktionen, die Sie sich auf keinen Fall entgehen lassen sollten, wenn Sie den Weg bis hier her gefunden haben. Diese Highlights sind unter anderem:

 

  • Ba Phnom liegt etwa 45 km südlich der Provinzhauptstadt und ist auf den ersten Blick nur ein 139 Meter hoher Hügel. Da der Rest der Landschaft aber so gut wie eben ist, haben Sie von hier oben eine fantastische Aussicht. Beim zweiten Blick werden Ihnen dann außerdem einige Ausgrabungsstätten auffallen. Archäologen haben hier einige interessante Funde aus der Zeit des Funan Königreiches gemacht. Dieses hatte ihr Zentrum unter anderem eben auch in dieser Gegend zwischen dem 1. Und 6. Jahrhundert. Sie können also einige Ruinen und Artefakte aus der Zeit finden, die deutlich vor der Herrschaft der Khmer hier entstanden sind.

 

  • Die französischen Kolonialherren dachten sich dereinst, dass auch sie diese Gegend gut für den Anbau von Agrargütern nutzen könnten, die sie dann gewinnbringend weiterverkauften. So wurde das bis dahin etwas verwaiste Gebiet wiederentdeckt und die Franzosen bauten sich ihre Kolonialbauten in Prey Veng Stadt in aller Pracht, um standesgemäß dort leben zu können. So kann man auch heute noch die alten Prachtbauten im Stadtbild der heute 33.000  Einwohner zählenden Provinzmetropole bestaunen. Und heute ist die Architektur eigentlich noch schöner als zu ihren angeblichen Glanzzeiten, ist sie doch jetzt überdeckt mit der charakterstarken Patina aus tropischen Witterungseinflüssen und dem Verfall der turbulenten Geschichte des Landes.

Anreise nach Prey Veng

Phnom Penh liegt nur etwa 80 km westlich. Bis vor 10 Jahren bedeutete es trotzdem noch fast eine Tagestour, um bis nach Prey Veng Stadt zu kommen. Aber auch hierher wurde ein neuer Highway gebaut und nun ist die Strecke innerhalb von 2.5 Stunden kein Problem mehr. Auch von der anderen Seite aus  – Saigon in Vietnam – können Sie innerhalb von 3 Stunden mit dem Mini-Bus hier sein. Einen Flughafen gibt es aber (noch) nicht.

 

Kleiner Tipp: Für diejenigen, die mit dem Motorrad unterwegs sind oder einmal eine schöne Tagestour per Bike von Phnom Penh aus unternehmen wollen, ist Prey Veng Stadt sicherlich ein angenehmes und lohnenswertes Ziel. Die Strecke ist beschaulich und gut und ungefährlich zu fahren. Um dem Trouble der boomenden Hauptstadt des Landes einmal zu entgehen, eignet sich die entspannte Provinzhauptstadt wie kein zweites Ziel.

Beste Reisezeit, Unterkünfte und Nachtleben

Die beste Reisezeit ist auch in der Provinz Prey Veng ganz klar die trockene, sogenannte kalte Jahreszeit zwischen Weihnachten und Mitte Februar. Wobei kalt hier in den Tropen nur bedeutet, dass Sie nicht schon im Sitzen schwitzen. Ab Ende Februar steigt das Thermometer dann täglich, bis es im April sehr heiß und trocken wird. Ab Mai gesellt sich zu der Hitze dann noch eine tropische Luftfeuchtigkeit, die an einen schlecht gelüfteten Waschkeller erinnert. Während der Monsunzeit von ca. Mitte September bis Anfang Dezember stehen weite Teile der Provinz unter Wasser, denn der Mekong und der Binnensee treten dann weit über die Ufer – gut für den Anbau von Reis, weniger gut um zu reisen.

Ein Sonnenuntergang am Mekong Fluss mit Schiffen
Sonnenuntergang am Mekong

Unterkünfte finden Sie eigentlich fast ausschließlich in der Provinzhauptstadt Prey Veng City. Es gibt hier eine gute Handvoll einfacherer und sauberer Gästehäuser, vor allem für den kleinen Geldbeutel. Sollten Sie auf luxuriöse Unterkünfte hoffen, so hoffen Sie in diesem Falle leider vergebens. Da bleibt Ihnen nur die 2.5-stündige Autofahrt zurück ins westlich gelegene Phnom Penh.

 

Restaurants finden Sie hier zur Genüge. Aber Sie müssen darauf vorbereitet sein, dass sich das Angebot der Küchen auf die Einheimischen und nicht auf Touristen fokussiert. Sollten Sie also außerhalb ihres Gästehauses essen gehen, müssen Sie sich unter Umständen ein bisschen durchfragen, was dort so eigentlich auf der Karte steht. Aber wenn Sie diesbezüglich nicht zimperlich sind und auch beim Probieren neuer Speisen zu den kulinarischen Abenteurern gehören, werden Sie bestimmt ein paar interessante Erfahrungen machen können, die anderen Reisenden verwehrt bleiben.

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