Oddar Meanchey

Nicht nur der Name der Provinz Oddar Meanchey klingt ein wenig sehr exotisch, die ganze Region ist es auch

... was nicht heißt, dass sie nur für Indiana Jones und Co. interessant wäre. Es gibt durchaus eine rudimentäre Infrastruktur, welche auch Touristen gefällig ist, aber hier ist Kambodscha noch sehr, sehr wild – und damit umso einzigartiger und wer richtig Südostasien reisen will, der komme hier her!

Oddar Meanchey
In Oddar Meanchey

Oddar Meanchey ist eine Grenzregion im äußersten Nord-Westen von Kambodscha und vielleicht dem ein oder anderen noch dadurch bekannt, dass sie – mal wieder – vor einigen Jahren in die Schlagzeilen des globalen Journalismus geraten ist, weil es einige Feuergefechte zwischen thailändischen und kambodschanischen Militärverbänden gab, die in der Gegend – immer noch - Präsenz zeigen. Dabei ging es ´nur´ um eine historische Tempelanlage, die beide Seiten kulturell für sich beanspruchen wollen. Aber keine Sorge – das hat sich mittlerweile wieder gelegt. Im Zuge der ASEAN – der Staatengemeinschaft nach EU-Vorbild innerhalb von Südostasien – werden solche Konflikte nicht mehr mit Mörsergranaten und Maschinengewehrfeuer gelöst, sondern diplomatisch. Wenn auch die Militärpräsenz durchaus immer noch vorhanden ist, so sitzen sich doch jetzt die Soldaten, die durchaus zugegen sind, beim Mittagessen in den genannten, wunderschönen Tempelruinen vergangener Tage gegenüber und lachen und scherzen und beschweren sich über das Wetter und die Mücken und freuen sich, wenn Sie – ein Bleichgesicht - nun daran teilnehmen. Garantiert wird kein Schuss mehr die Idylle trüben, die Sie hier als einer der ersten kennen und lieben lernen können.

Die Kurzgeschichte zu der Provinz Oddar Meachnchey

Oddar Meachnchey ist auf der Landkarte einem Gecko ohne Beine und Kopf gleich. Es schmiegt sich an die Grenze zu Thailand, hat einen Bauch und einen Rumpf, aber keine Arme und Beine. Weder Thailands noch Kambodschas Arme der Diplomatie reichen mittelfristig hier her, es ist ein wenig Niemandsland, und einen richtigen Bauch hat es auch nicht, weil es weder Korn- beziehungsweise Reiskammer ist, noch ein wirklich kulturelles Erbe hat, welches sich vielleicht beide teilen könnten. Es gibt beeindruckende Tempelanlagen, welche einst im 10. Jahrhundert vom bauwütigen König Jayavarman VII. errichtet wurden und der Frühgeschichte des Khmer-Reiches Zeugnis sind, während Siam sagt, es wäre anders herum -aber so stolz im Dschungel wie in Angkor stehen tun sie auch nicht. Das ist eher etwas für Kenner, welche Angkor schon gesehen haben und jetzt interessiert sind, wie die Geschichte ihre Radien über die Jahrhunderte schlägt. Das Reich der Khmer führte von Zentralkamboscha und dem Osten in Vietnam bis zum Meer bis nach tief in das heutige Thailand hin, und immer wieder hat das Reich Siam mit dem Reich Khmer darum gekämpft, um diese Region, die heute Oddar Meachncheay heißt – wie in Europa Jahrhundert später entweder durch fein eingefädelte Heiraten oder durch Kriege der Grenze entlang. Ganz einig sind sich die Länder heutzutage immer noch nicht, aber die Barbarei einstiger Tage ist längst vorbei. Heute ist diese Provinz Kambodschas etwas für Entdecker, die nicht viel mehr als Abenteuergeist und ein halbwegs frisches Bett brauchen – und das ein oder andere Foto von Südostasien, ohne einen anderen Touristen darauf.

Tempelanlage in Oddar Meanchey
Tempelanlage in Oddar Meanchey

Da es eine Grenzregion ist, die umstritten ist, gibt es tatsächlich Panzerfracks entlang der Straßen durch diese Provinz. Diese sind teils alt – aus den Bürgerkriegszeiten, teils sogar noch intakt, nur, damit man sich belauert. Aber wie gesagt – weder die Menschen noch die stationierten Soldaten machen sich noch einen Gedanken darum, ob und wer und weshalb überhaupt. Meistens sind die Soldaten – zusammen – ihre Führer durch die feinen, aber kleinen Tempelanlagen – nach ihrem Lunch vor Ort. Ganz ehrlich. Wenn Sie weg vom Mainstream wollen, wenn Sie alles in Thailand, Laos, Kambodscha schon gesehen haben, besuchen Sie doch diese Region – wilder geht es in diesem Teil der Erde kaum. Aber: gehen Sie nicht auf eigene Faust. Kaum ein Gebiet der Welt hat mehr Restminen – die vielleicht für immer unauffindbar bleiben – als Oddar Meanchneay.

Ein paar Sehenswürdigkeiten der Region

  • Zeiten ändern sich. Ein fortschrittliches Naturreservat hat sich deshalb gerade in dieser Gegend abseits des Mainstreams angesiedelt und verzeichnet immer mehr Erfolge (und es wird immer erfolgreicher, je öfter Menschen davon hören, es weiter sagen uns so weiter – und das hat nichts mit Geld und Spenden zu tun, wenn diese auch angemessen und gern gesehen sind).  Das Oddar Meanchey Community REDD Project, Cambodia forstet den geschundenen Dschungel wieder auf, welchen die Roten Khmer profithalber hier abgeholt und verhökert haben. Man lasse es sich auf der Zunge zergehen: 8.2 Millionen Tonnen Emissionen Abgase verschwinden hier in diesem mittlerweile wieder aufgeforsteten Urwald, während in Europa noch über Kommazahlen gestritten wird.  Kommen Sie hier her und spenden nicht nur, sondern sehen Sie den Dschungel, wie er wächst, blüht und gedeiht. Mit Blumen und Blüten und auf Wegen, auf denen Sie einer der ersten sind.
  • Eine Fahrt der Straßen entlang der Straßen in dieser Grenzregion ist ein Augenschmaus – für Reisende abseits des Wohlfühltourismus. Die Schlaglöcher sind zwar nur etwas für starke Wirbelsäulen, aber das Auf und Ab wird entschädigt durch einzigartige Eindrücke, die nur Sie mit nach Hause bringe. Und wie gesagt – die Gespräche abseits der Pisten sind unbezahlbar. Es gibt kaum einen wilderen Ort, um Südostasien kennenzulernen. Es ist nicht gefährlich, aber immer noch ein bisschen wild.

Wie ich da hinkomme, wann ich reisen sollte und wo ich schlafen kann

  • Naja, wie gesagt – Oddar Meanchey ist ein wenig Niemandsland und deshalb auch ein wenig schwierig zu erreichen – aber unmöglich ist es natürlich nicht. Am besten wäre es, Sie würden einen Abstecher von Siem Reap hier her machen. Es sind über die guten Straßen 164 Kilometer bis hier her – auf jeden Fall eine Reise wert – aber Sie sollten eine Nacht einplanen. Auf der thailändischen Seite via Grenzübergang gibt es natürlich auch Optionen – aber bedenken Sie, dass Sie jedes Mal ein Visum benötigen, um von/nach Thailand und umgekehrt von/nach Kambodscha zu gelangen.
  • Unterkünfte finden Sie in der kleinen, unerforschten, aber deshalb  umso interessanteren  Provinzhauptstadt Samraong. Die Infrastruktur ist ausgebaut genug, damit Sie etwas Passendes – vor allem sauber und gepflegt – finden sollten.
  • Die Reisezeit ist wie üblich in dieser Region – die Wintermonate von Ende November bis Ende Februar sind für tropische Verhältnisse mild und angenehm, während es danach spürbar heißer und feuchter wird. Ab Ende Juli ist Monsunzeit und absolut die falsche Zeit, hier Urlaub zu machen

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