Kampong Thom

Malerische Tempelanlagen im Dschungel und Kleinstadtgemütlichkeit

Die Provinz Kampong Thom liegt in Zentralkambodscha und ist etwas für Reisende, die das Land ein wenig besser kennen lernen wollen, als nur von den üblichen Pfaden über Siem Reap und Angkor Wat, Phnom Penh und Sihanoukville mit seinen Inseln vor der Küste aus. Vor allem die Geschichtsbegeisterten werden in den zahlreichen Tempelruinen, die teilweise sogar noch weit vor der Angkor-Anlage erbaut wurden, ihre helle Freude haben. Nicht nur, dass Sie hier bei ihren Erkundungen noch mehr Neues über die Geschichte Südostasiens lernen, Sie werden es auch viel besser genießen können. 

Kampong Thom
Kampong Thom

Denn auch wenn die Gegend durchaus schon touristisch erschlossen und die Infrastruktur für Reisende auch vorhanden ist, so richtig herumgesprochen hat es sich bei den jedes Jahr mehr werdenden Touristen in Kambodscha aber wohl noch nicht, dass Kampong Thom wirklich einen Abstecher wert ist. Die historischen Tempelanlagen wie Sambor Prei Kuk oder Phnom Santuk liegen malerisch im Dschungel und auch wenn sie die Dimensionen von Angkor vielleicht nicht ganz erreichen, so sind diese Ruinen für sich genommen doch etwas ganz besonderes für jeden, der sich für die südostasiatische Geschichte interessiert. Hinzu kommt, dass die Provinzhauptstadt, die ebenfalls Kampong Thom heißt, einen gemütlichen Kleinstadtcharme ausstrahlt und sich hervorragend dazu eignet, hier die eine oder andere ruhige Nacht zu verbringen, um von hier aus zu den Tempelerkundungen aufzubrechen.

Die wichtigsten Tempelanlagen in Kampong Thom

  • Wie eine Illustration aus einem Entdeckerbuch aus dem 19. Jahrhundert wirkt die Tempelanlage Sambor Prei Kuk. Ihre alten Mauern, die von Reliefs geschmückt sind, und die zahllosen Türme ragen vorsichtig aus dem Dschungel auf, das Grau der Steine vermischt sich mit dem satten Grün der üppigen Vegetation und man gerät als Fan solcher Ruinen sofort ins Schwärmen, wenn man nur einen Blick darauf wirft. Sieht man genauer hin, bemerkt man, dass diese Anlage älter sein muss als die meisten anderen Ruinen in Kambodscha, ja, sogar älter als die ältesten im Angkor-Komplex. Die vielen hinduistischen Motive in den Steinreliefs deuten schon darauf hin, dass es sich um eine Anlage handeln muss, die ganz am Anfang der goldenen Epoche der Khmer erbaut wurde. Über 150 kleinere und größere Tempel und Türme stehen in der Anlage, von denen viele noch gut erhalten sind und manche nun auch restauriert werden.
    Seit 1998 ist die Gegend um diese Ruinen wieder minenfrei und nun ist es an Ihnen, mit als erste Touristen ihre einstige Pracht zu bestaunen. Sambor Prei Kuk wurde von Isanavarman I. erbaut - und zwar noch über 150 Jahre vor den ersten Tempeln in Angkor. Seit dem Jahr 650 steht dieses in Stein gehauene Monument und trotzt der wechselhaften Geschichte der Region, dem Bürgerkrieg, Landminen und sogar dem Urwald. Wenn Sie wirklich einmal wieder so staunen wollen wie in Angkor, sind Sie hier genau richtig. Sie erreichen die Anlage bequem mit einem Taxi, welches Sie für einen moderaten Obolus auch gerne den ganzen Tag begleitet, von Kampong Thom Stadt aus. Sie liegt nur ca. 1 Stunde weit entfernt und die kleinen Dörfer entlang der recht gut ausgebauten Straße laden ebenfalls zu einem kleinen Zwischenstopp und vielleicht einem kühlen Bier mit einem der Dorfbewohner ein. Sambor Prei Kuk ist auf jeden Fall ein gelungener Tagesausflug und die Anlage selbst ist schon Grund genug, in Kampong Thom Halt zu machen.
Sambor Prei Kuk
Sambor Prei Kuk
  • Phnom Santuk ist streng genommen keine Tempelanlage im eigentlichen Sinne, aber auch hier gibt es steinerne Zeugnisse aus vergangenen, goldenen Tagen. Hier im Santuk Distrikt, der etwa 17 km südlich der Provinzhauptstadt liegt, vermischen sich eindrucksvoll Zeugnisse alter Kultur verschiedener Epochen mit einer einzigartigen Natur und einer pittoresken Landschaft. Den landschaftlichen Charakter dieser Gegend bestimmen hauptsächlich vier Berge – der Phnom Srah Kmao, der Phnom Penhum, der Phnom Champa und der Phnom Santuk. Vor allem auf dem Phnom Santuk finden sich zahlreiche Statuen und heilige Bauwerke. Sie werden auf ihrem Weg zum Berggipfel – welcher nebenbei bemerkt über 810 Stufen erreicht werden kann – an vielen Buddhas vorbeikommen, unter anderem an 3 zum Nirvana deutenden, stehenden Exemplaren mit je über 10 Meter Höhe. Auch eine Sandsteinpyramide, die sogenannte Prasat Touch, liegt auf ihrem Weg. Sehr eindrucksvoll ist der Blick vom Gipfel des Berges aus. Überall aus dem satten Dschungelgrün funkelt ein anderes Objekt, welches Sie noch entdecken können. 

Anreise, Essen und Unterkünfte

Um Kampong Thom bei einem Tagesausflug von Phnom Penh oder Siem Reap aus entdecken zu können, ist die Anreise leider zu weit. Von Phnom Penh aus sind es knapp 160 km bis in die Provinzhauptstadt und auch wenn die Nationalstraßen mittlerweile ganz gut ausgebaut sind, würde eine Hin- und Rückfahrt am gleichen Tag doch zu viel des Guten sein. Machen Sie es doch deshalb gleich wie Spontanreisende und steigen Sie einfach auf der Strecke von Siem Reap nach Phnom Penh  in Kampong Thom aus und bleiben Sie 2 oder 3 Tage. Die Tempelanlagen, die Sie zu entdecken haben, machen diesen Stopp mit Sicherheit unvergesslich und auch die Ruhe abseits der wirklich ausgetretenen Touristenpfade kann verlockend sein, wenn man mal etwas anderes erleben will als alle anderen.

 

Unterkünfte finden Sie in Kampong Thom Stadt. Auch wenn es kein Nachtleben gibt, das diesen Namen auch verdienen würde, so ist in dieser gemütlichen Kleinstadt doch ein schöner Abend auf jeden Fall gesichert. Zentrum der Stadt ist ein ausladender Markt, der zum Schlendern und Staunen über teils doch recht exotische Waren einlädt. Um diesen Markt herum finden Sie die obligatorischen Essensstände mit allerlei Köstlichkeiten. Doch Sie können sich auch in einigen gut geführten, ´richtigen´ Restaurants mit einheimischen Speisen verwöhnen lassen.

 

Ebenfalls mit Restaurants aufwarten tun einige der Guesthouses in Kampong Thom. Wie gesagt ist die Region mittlerweile durchaus touristisch erschlossen, wenn auch noch nicht so stark frequentiert. So haben in den letzten Jahren eine ganze Reihe recht akzeptabler Guesthouses und Mittelklasse-Hotels eröffnet, die westlichen Standards und einem kleinen bis mittleren Budget absolut genügen. Auch eine High-Class-Bungalowanlage hat bereits ihre Tore geöffnet und erwartet Sie, wenn Sie nach den Tempelerkundungen ein wenig luxuriöser entspannen wollen.

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