Kampong Cham

Mekong und Kolonialcharme

Die Provinz Kampong Cham liegt im Osten Kambodschas und ihr Bild wird bestimmt durch den Mekong, welcher sich von Süd-West nach Nord-Ost durch ihr gesamte Fläche schlängelt. An seinen Ufern leben die Menschen hier noch sehr ländlich, und wenn Sie Kambodschas Land und Leute wirklich kennen lernen wollen, geben Sie dieser freundlichen Provinz auf jeden Fall einmal eine Chance. 

Wenn Sie die touristisch höher frequentierten Gegenden Kambodschas wie Siem Reap oder Sihanoukville bereits kennen- und wahrscheinlich auch lieben gelernt haben, dann ist Kampong Cham ein weiterer Meilenstein auf ihrem Weg zum Asienspezialisten. Hier sind die Touristenpfade noch nicht ausgetreten, sondern nur angezeichnet – Sie können also auf Entdeckungstour gehen. Mit der charmanten Provinzhauptstadt, die ebenfalls Kampong Cham heißt, haben Sie ein gutes Basislager, um die Stadt und ihre Sehenswürdigkeiten und weiter die ganze Provinz zu erkunden. Malerisch liegt sie ebenfalls am beeindruckenden Mekong.

Kampong Cham
Aufgenommen in Kampong Cham

Die beste Zeit zu reisen

An der besten Reisezeit für Kambodscha scheiden sich ja bekanntlich oft die Geister, weil jeder so seine Vorlieben hat. Wenn Sie mit Hitze gut zurechtkommen und die asiatischen Tropen mal so richtig in voller Fahrt genießen wollen, dann ist zwischen Mitte April und Ende Juni eine hervorragende Zeit, in diese Ecke der Welt zu kommen.

Für manche ist der Vorteil einer Reise in der sogenannten Nebensaison, dass es dann weniger andere Reisende gibt. Die meisten Gäste kommen in den Wintermonaten zwischen Anfang Dezember und Ende Februar nach Südost-Asien. Dann sind die Temperaturen etwas moderater und vor allem die Luftfeuchtigkeit ist nicht so massiv. Auch der Regen ist dann selten, was nicht heißt, dass  zwischen April und Juni schon Monsunzeit wäre – aber der eine oder andere Guss kann schon mal überraschend kommen. Allerdings werden Sie in Kampong Cham ja Entdecker und touristischer Pionier sein, da spielt es kaum eine Rolle, ob Sie lieber in der Hauptsaison kommen – auch dann werden Sie hier nur auf einige andere Entdecker stoßen. Vielleicht tun Sie sich einfach zusammen, denn zusammen zu reisen hat den Vorteil, dass man seine Eindrücke mit Gleichgesinnten teilen kann.

Die Hauptstadt – Kampong Cham

Die Hauptstadt der Provinz - Kampong Cham - hat vielleicht auf den ersten Blick nicht ganz so viel zu bieten wie Siam Reap und ihr Nachtleben gehört eher zu den ruhigeren, aber dafür hat sich diese Perle im Osten Kambodschas einen einzigartigen Charme bewahrt. Die heute drittgrößte Stadt des Landes besticht durch ihr romantisches Flair, welches sie den alten, vom Zahn der Zeit gezeichneten Kolonialbauten der Franzosen verdankt. Natürlich erstrahlen die meisten davon nicht mehr, wie es vor dem Vietnam- und anschließenden Bürgerkrieg der Fall war und eine Patina von Straßenstaub und Dschungelfeuchtigkeit hat sich an ihnen festgesetzt, aber das macht die tropische Romantik ja eben aus. Dazu liegt die Stadt malerisch am Mekong, dem legendären Fluss Asiens, der sich bräunlich rot an ihr vorbeischiebt. Stellen Sie sich vor, wie Sie auf der Uferpromenade in einem Straßencafé sitzen, die Geräusche vom Fluss her hören und dem Treiben auf der Straße in dieser wachsenden und langsam wieder florierenden Provinzmetropole zusehen – das ist südostasiatische Romantik vom Feinsten.


Sie können auch zu einem Wochenendtrip von Phnom Penh aus hier her kommen, wenn Sie es mal ein wenig ruhiger genießen möchten, das urbane Kambodscha. Die Hauptstadt ist nur 124 km entfernt und leicht per Mini-Van oder Taxi zu erreichen. Aber es dürfen auch gerne 2 oder 3 Übernachtungen werden. Schließlich können Sie von hier aus auch die ganze gleichnamige Provinz entdecken.

Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten in Kampong Cham

Die meisten Sehenswürdigkeiten finden Sie in der Provinzhauptstadt selber und diese dürften auch in einem oder zwei Tagen zu besichtigen sein:

  • Ein alter Khmer Tempel – der Nokor Wat – befindet sich etwa 1 km südlich vom Stadtzentrum Kampongs Chams. Er wurde im 11. Jahrhundert erbaut, erzählt aber nicht nur Geschichten aus dieser strahlenden Epoche Kambodschas. Auch einige Zeichen der Terrorherrschaft der Khmer Rouge haben sich mit der älteren Geschichte vermischt und so wurden hier Knochen und Schädel von Opfern dieses grausamen Regimes als Mahnmal aufgebahrt. An die alte Tempelanlage angebaut und integriert ist ein Tempel aus wesentlich jüngeren Tagen, der von einer Reihe farbenfroher, buddhistischer Malereien geschmückt wird. Zudem befindet sich im Tempel, in welchem auch Mönche leben und studieren, die Buddhismand Society Development Association, kurz BSDA, die ebenfalls eine Initiative der dort lebenden Mönche ist. Diese sammelt Spenden für Projekte mit kambodschanischen Straßenkindern und ist schon deshalb einen Besuch wert. Die Mönche schließen gerne den Tempel auf und machen Führungen. Ab 17.00 Uhr gibt es dann noch vor dem Tempel Tanzvorführungen von Kindern. Eintritt frei – aber Spenden sind natürlich willkommen.
  • Wer sich für Architektur begeistern kann, hat in der Stadt Kampong Cham alle Hände voll zu tun. Etliche alte Kolonialbauten warten auf ihre nostalgischen Blicke der Bewunderung und unter ihrer tropischen und urbanen Patina sind sie immer noch wahre Schönheiten. Sie brauchen nur durch die Straßen der Stadt zu schlendern und staunen. Eventuell auch noch sehenswert ist die neue Brücke, die über den Mekong führt. Eine Fahrt von Ufer zu Ufer ist auf jeden Fall ein Muss. Auf der anderen Flussseite erwartet den Geschichtsbegeisterten noch ein alter französischer Beobachtungsturm, welcher allerdings mittlerweile ein wenig baufällig ist.
  • Südlich der großen Brücke über den Mekong befindet sich eine kleine Bambusbrücke, die Sie auf die Mekonginsel Koh Paen führt. Hier können Sie sich das Dorfleben der Leute ansehen und werden sicher mehr als freundlich empfangen. So oft verirren sich nämlich noch keine Touristen hier her.
  • Sicher können Sie an den Stegen der Hauptstadt jemanden finden, der Sie mit seinem Boot gegen eine kleine Aufwandsentschädigung zu einer Fahrt auf dem Mekong mitnimmt. Auch das ein Muss – schließlich ist der Mekong zusammen mit dem Ganges DER legendäre Fluss Asiens.
  • Wenn Sie gerne Trekkingtouren unternehmen und auf diese schöne Art Land und Leute besser kennenlernen wollen, sollten Sie bedenken, dass es in Kambodscha – vor allem leider auch in der Provinz Kampong Cham – immer noch viele versteckte Landminen gibt. Sie sollten sich auch als geübte Trekkingspezialisten einen ortskundigen Führer mitnehmen und auf keinen Fall die frequentierten Wege verlassen. Minen sind in Kambodscha ein ernst zu nehmendes Problem.

Und wo kann ich übernachten?

Hotels, die diesen Namen auch verdient haben, gibt es nur in der Provinzhauptstadt.

 

ReasmeyCheanich Hotel

Dieses Hotel hat eigentlich alles, was der zufriedene Reisende braucht: einfache, aber sehr saubere Zimmer, teilweise sogar mit schönen gusseisernen Balkonen, eine koloniale, frische renovierte Fassade und Zimmer, einen hauseigenen Pool und vor allem einen guten Preis. Für etwa 10,- Eurokönnen Sie hier bequem die Nacht verbringen.

 

Daly Hotel

Das Daly Hotel ist schon eine Nummer schicker und größer. Das ganze Hotel und der Service sind auf modernen, westlichen Standards und die Zimmer sind geräumig und sehr sauber. Für etwa 20,- bis 25,- Euro pro Nacht können Sie es sich hier gemütlich machen.

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