Battambang

Eine bunte Mischung aus kolonialer Architektur und historischen Pagoden

Battambang ist zweitgrößte Stadt im Land und gleichzeitig Hauptstadt der gleichnamigen Provinz. Die Region liegt im Westen des Landes an der thailändischen Grenze und verbindet die Region mit Phnom Penh und Thailand. Damit hat sie sich zu einem wichtigen Knotenpunkt für den Handel und Tourismus im Land entwickelt. Aber nicht nur die Stadt selbst ist ein Magnet für Touristen, auch das Umland - die Reisschüssel Kambodschas genannt - gewährt authentische Einblicke in das tägliche Leben der ländlichen Bevölkerung.

Bamboo Train in Battambang
Bamboo Train in Battambang

Die wichtigsten Teile der Stadt erstrecken sich entlang den Ufern des Flusses Sangker, der sich in ruhigen Bahnen mitten durch die Stadt windet. Doch obwohl die Stadt etwa 200.000 Einwohner zählt, hat Battambang immer noch eine sehr leicht touristische, provinzielle Atmosphäre. Ein Großteil der Architektur ist auf die französische Kolonialzeit zurückzuführen und gilt als sehr gut erhalten. Hier findet der Reisende neben traditionellen kleinen Läden auch verträumte enge Gässchen, die angenehm zu Fuß erkundet werden können.


(Pailin befindet sich zwar in Battambang, genießt jedoch seit 2001 einen eigenen Status)

Besondere Attraktionen in Battambang-Stadt

Neben dem bekannten Provinzmuseum mit Artefakten aus der Angkorära ist auch eine alte Abfüllanlage von Pepsi Cola für alle Fans der 1960er Jahre ein absolutes Muss.

  • Bambus-Zug (Bamboo Train): Eine wirklich kreative und einzigartige Form des Nahverkehrs haben die Kambodschaner mit ihrem Bambus-Zug erfunden: Er besteht aus einer Bambusplattform, die ein paar Kilometer der Schmalspurbahn Richtung Phnom Penh folgt. Angetrieben wird das Vehikel durch ein kleines Motorrad. Das Gefährt kann in Minutenschnelle zerlegt und wieder aufgebaut werden und transportiert sowohl Passagiere, Tiere wie auch andere Fracht.
  • Zirkus: Phare Ponleu Selpak gibt kambodschanischen Kindern aus benachteiligten Familien die Möglichkeit, über verschiedene künstlerische Aktivitäten Zugang zur Kultur Kambodschas zu erlangen. Das geschieht in Form von Zeichnen, Musik, Schauspiel, Tanz oder Zirkus. Flyer mit dem aktuellen Programm sind überall in der Stadt erhältlich.
  • Märkte: Traditionell wurde in Battambang mit Marmor, Holzschnitzereien und Saphiren gehandelt. Diese Waren sind auch heute noch zahlreich auf Märkten und in Geschäften vertreten. Wichtigster Markt ist der Phsar Nath, auf dem die Einheimischen Früchte, Gemüse, Fleisch und Kleidung kaufen.

Die Provinz blickt auf eine bewegte Geschichte zurück

Die Region ist von Jahrhunderte anhaltenden, kriegerischen Auseinandersetzungen geprägt. Während im 17. und 18. Jahrhundert immer wieder die benachbarten Länder Thailand und Vietnam Teile des Landes eroberten, führte eine Bitte um Unterstützung durch die kambodschanische Führung dazu, dass das Land 1863 unter französisches Protektorat gesetzt und zu einer Kolonie der Franzosen wurde. Nach der Besatzung durch japanische Truppen im Zweiten Weltkrieg kam es nach erneuter Übernahme durch die Franzosen zu Guerillakriegen. Ab 1975 wurde das Land durch das Terrorregime der Roten Khmer geschwächt. Erst nachdem Vietnam seine Truppen endgültig aus dem Land abzog, kam es 1991 zu einem Waffenstillstand.

Sehenswertes in der Provinz

Wer auf seiner Reise die Stadt verlässt, findet sich schnell in einer ländlichen Umgebung wieder. Im Umkreis von wenigen Kilometern verwandelt sich die Landschaft in kleine Dörfer voller Stelzenhäuser und Reisfelder, die sich bis zum Horizont erstrecken. Die Dorfbewohner können bei der lokalen Produktion von Reispapier, Nudeln oder auf den Fischmärkten besucht werden. Alles ist noch sehr traditionell, allenfalls ein wenig unhygienisch, aber immer eine interessante Erfahrung. Die Straßen in der Provinz sind schlecht befestigt und während der Trockenzeit sehr staubig. Wer hier unterwegs ist, sollte immer einen Hut und ein Tuch dabei haben, mit dem er Mund und Nase bedecken kann.

Die Provinz bietet eine hervorragende Gelegenheit, ein bisschen unberührtes und ländliches Kambodscha kennenzulernen: alte Pagoden, Tempelruinen, Höhlen und Wasserfälle. Einfach in der Stadt ein Tuk Tuk, Moped oder Fahrrad mieten, und schon kann es losgehen.

  • Wat Ek Phnom: Etwa 45 Minuten von Battambang entfernt liegt der im 11. Jahrhundert errichtete Tempel aus der Angkorzeit. Die verwitterte Ruine ist mit hinduistischen Schnitzereien verziert, die noch sehr gut erhalten sind. Neben dem Hindu-Tempel liegt eine moderne buddhistische Pagode verträumt an einem kleinen See. Die auf dem Weg befindliche Krokodilfarm kennt nur wenige Touristen.
  • Phnom Banan: Die fünftürmige Tempelruine ist auf einer Bergspitze gelegen und entschädigt für den langen, steilen Aufstieg durch einen herrlichen Blick auf die Umgebung. Im 11. Jahrhundert von den Khmer erbaut, erinnert die Anlage an Angkor Wat.
  • Phnom Sampeou: Der sagenumwobene Berg beherbergt eine Gruppe von Höhlen, die die Roten Khmer zur Tötung ihrer zahlreichen Opfer verwendeten. Sie enthalten bis heute Überreste aus der grausamen Zeit.
  • Kam Pinh Puoy-Stausee: Eine der wichtigsten Errungenschaften der Region ist ein massiver Staudamm, der von Hand zwischen den Hügeln westlich von Battambang im Regime der Roten Khmer erbaut wurde. Der Aufbau forderte Zehntausende Todesopfer unter den Arbeitern durch Unterernährung, Krankheit oder Arbeitsüberlastung. Heute ist der 30 Kilometer lange Stausee ein Treffpunkt für Kambodschaner, die an den Wochenenden hier ihre Zeit mit Bootsfahrten oder Spaziergängen an den Seerosen- und Lotus-gesäumten Ufern verbringen.
  • Flooded Forest (überflutete Wälder) und Kreuzfahrt Tonle Sap: Ein besonderes Erlebnis ist auch eine Kreuzfahrt auf dem größten Binnensee der Region, an dessen Nordufern die überfluteten Wälder und schwimmenden Dörfer liegen.
Battambang
Battambang

Unterkünfte und beste Reisezeit

Beste Reisezeit für die Region ist von November bis Februar, wenn der Fluss weder von Überschwemmungen in der Regenzeit noch von großer Dürre (April und Mai) betroffen ist.

 

Die Provinz ist bis heute weit davon entfernt, dem Urlauber eine intensive touristische Infrastruktur bieten zu können. Das macht sich nicht nur in den schlechten Straßenverhältnissen bemerkbar, sondern auch bei den Übernachtungsmöglichkeiten. In Battambang entstehen zwar inzwischen zahlreiche Hotelanlagen, hauptsächlich stehen jedoch spartanisch ausgestattete Gästehäuser zur Verfügung. Das Preisniveau bewegt sich für Schlafsäle um die 2 Euro, in Gästehäusern ab etwa 20 Euro pro Nacht im Doppelzimmer bis hin zu hochpreisigen Mittelklassehotels.

Anreise

Eine direkte Verbindung von Deutschland nach Battambang gibt es nicht. Auch wurde die Zugverbindung von Phnom Penh wegen der schlechten Streckenverhältnisse schon vor Jahren eingestellt.

  • Mit dem Flugzeug: Anreise aus Deutschland über Phnom Penh oder Bangkok (Thailand).
  • Mit dem Bus: 
  1. Phnom Penh (täglich zwischen 06:30 und 15:00 Uhr über Route 5, Fahrzeit 5 Stunden)
  2. Siem Reap (ein bis zweimal täglich, Fahrtdauer 3-6 Stunden)
  3. Bangkok (Fahrtdauer 7 Stunden, Grenzüberschreitung, Visum für Thailand und Kambodscha nötig)
  • Fähre: Siem Reap (täglich um 07:00 Uhr, Fahrzeit 8 Stunden). Die Fahrten in der Trockenzeit richten sich nach den aktuellen Wasserständen.

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