Banteay Meanchey 

Zwischen atemberaubender Natur und malerischen Ruinen abseits des Massentourismus

Die meisten Reisenden lernen die Provinz Banteay Meanchey im äußersten Nord-Westen von Kambodscha nur vom Busfenster aus kennen, wenn sie vom Grenzort Aranyaprathet (auf der thailändischen Seite) über die Grenze fahren bei Poipet (kambodschanische Seite).
Eventuell hält man auf dem Weg nach Siem Raep und Angkor auf halber Strecke in der Provinzstadt Sisophon, aber diese geschichtsträchtige Region bleibt leider oft noch unentdeckt. Dabei gibt es dort durchaus viel für Sie zu entdecken!

Grenzübergang Poipet - Aranyaprathet
Grenzübergang Poipet - Aranyaprathet

Von Sisophon aus erwarten Sie Streifzüge in den dichten Dschungel dieser Tiefebene, welche eine Flora und Fauna beheimatet, die noch reinstes, wildes Süd-Ostasien ist. Und zwischendrin besuchen Sie zudem fantastische alte Tempelanlagen, die die Geschichte der gesamten Region Süd-Ostasien erzählen und garantiert ihre Lust am Entdecken wecken – denn Banteay Meanchey liegt immer noch abseits der ausgetretenen Touristenpfade und schafft es gerade deshalb, dass Sie bestimmt auch noch das ein oder andere Abenteuer erleben, welches Sie vom Busfenster aus niemals mit nach Hause nehmen könnten.

Die Tempelanlagen in Banteay Meanchey und ihre Geschichten

Das heutige Kambodscha war in alten Zeiten das Kernland der Khmer-Hochkultur, welche ihre Blütezeit zwischen dem 9. Jahrhundert und dem 15. Jahrhundert hatte. Als Zeichen ihrer herausragenden Dynastien überdauerte das viel besuchte Angkor bis heute, wobei Sie hier Tempelanlagen aus jeder der Epochen entdecken können. Das heutige Thailand hingegen war Kernland der siamesischen Königshäuser und ihrer Kultur, wobei deren Zentrum Ayutthaya – nördlich von Bangkok – als Ausgangspunkt diente. Beide Kulturen lebten nicht immer friedlich nebeneinander und über die Jahrhunderte gab es ein ständiges Hin und Her, vor allem in der Grenzregion. So sind auch Tempel aus verschiedenen Epochen der Khmer im heutigen wie damaligen Grenzgebiet von Thailand und Kambodscha als Vorposten entstanden – in der heutigen Provinz Banteay Meanchey. Wie in Angkor auch, sind diese sehr beeindruckende Zeichen einer Hochkultur, über die die meisten Europäer kaum etwas wissen. Wenn Sie sich auf einer Kambodscha-Rundreise allerdings etwas Zeit und Muße nehmen, um diese Kultur kennenzulernen, erschließt sich Ihnen eine fantastische neue Sicht auf die gesamte Region in Süd-Ostasien, die sich nicht in modernen Tempeln und malerischen Stränden erschöpft, sondern Ihnen dabei hilft, die Menschen und ihre heutige Kultur von Grund auf zu verstehen.

Tempelanlagen in Banteay Meanchey
Tempelanlagen in Banteay Meanchey

Die wichtigsten Tempel und Sehenswürdigkeiten der Region

  • Ban Teay Chhmar Tempel: Dieser Tempel entstand zwischen dem 12. Und 13. Jahrhundert in der Regentschaft von König Jar Varman VII und liegt etwa 59 Kilometer nördlich der Provinzhauptstadt Sisophon. Die Anlage ist die ungekrönte Hauptattraktion in der gesamten Region, zählen doch gerade seine noch erhaltenenSandstein-Reliefs als mit zu den feinsten und kunstvollsten unter den Tempelanlagen in Kambodscha. Leider hat auch die neuere Geschichte Kambodschas – die Terrorherrschaft der Khmer Rouge und der fast 35-järhige Bürgerkrieg - ihre Zeichen hinterlassen. So wurden die meisten Statuen von Plünderern nach Thailand verkauft. Aber auch das gehört schließlich zum Verständnis des Landes und seiner Menschen dazu.
  • Prasat Banteay Torp: Diesen pittoresken Tempel kann man entweder als mitgenommenen Steinhaufen oder als ein wahres Kleinod unter den kambodschanischen Ruinen sehen. Auch wenn ganze Wände fehlen und die einstigen 4 Türme der Anlage nicht mehr zur Gänze stehen, so macht dieser Verfall in Kombination mit dem Dschungel, der Teile des Tempels überwächst, dessen ganz besonderen Charme aus. Der kleine, aber feine Satellitentempel Ta Phrom hingegen steht noch aufrecht und ist ebenfalls einen Abstecher – und ein kleines Verweilen auf den steilen Stufen – wert. Die Anlage Prasat Banteay Torp liegt etwa 15 Kilometer südlich der Ban Teay Chhmar Tempelanlage.
  • Sisophon: Diese Stadt vereinigt die nützlichen mit den angenehmen Eigenschaften. Auch wenn die Stadt noch kaum touristisch genutzt wird, fängt sie dennoch an, touristisch interessant zu werden. Mit knapp 60.000 Einwohnern bietet Sisophon sowohl respektable Guesthouses und Restaurants als auch Einkaufsmöglichkeiten. Vor allem als Ausgangspunkt für Tagesausflüge in die gesamte Region der Provinz Banteay Meanchey ist sie ideal, weil sie so zentral liegt.
  • Phnom Bak und Phnom Chenh Chiang: Wer lieber die Natur und deren tropische Vegetation besuchen möchte oder genug Tempel gesehen hat, der kann Tagesausflüge – ebenfalls von Sisophon aus – in diese Region unternehmen. Die beiden oben genannten Namen bezeichnen 2 Berge, welche nur 5 Kilometer westlich von der Provinzstadt Banteay Meanchey und ihren Tempeln liegen und zu Spaziergängen samt atemberaubender Aussicht über Teile der Tiefebene und den Dschungel einladen. Auch auf alte Artefakte in Form von Statuen trifft der Reisende hier auf seinen Streifzügen.

Anreise nach Banteay Meanchey

Wie gesagt – die meisten Reisenden kommen über den Landweg von oder nach Thailand via der Grenzstadt Poipet beziehungsweise Siem Reap in diese Region. Die National Route 6 (NR6) verläuft von Poipet in Thailand bis nach Siem Reap in Kambodscha. Wer mit dem Flugzeug anreisen will, kann zwar bis Siem Reap fliegen, muss von dort aus allerdings wieder Richtung Westen auf dem eben beschriebenen Landweg.

Wo kann ich übernachten?

Fast alle Hotels, die diesen Namen auch verdienen, finden Sie in Sisophon. Es wäre auch möglich, Tagesausflüge in diese Region von Poipet auf der thailändischen Seite aus zu unternehmen – allerdings müssen Sie dann auch mit Wartezeiten an der Grenze rechnen und je nach Art ihres Visums, verfällt dieses dann für Thailand – und für Kambodscha müssen Sie sich eines an der Grenze erstellen lassen (siehe Visa-Bestimmungen Kambodscha). Hier folgend sind 2 Hotels für unterschiedliches Budget, die durchweg gute bis ausgezeichnete Bewertungen bekommen haben.

  • Botoum Hotel: Dieses saubere und einfache Hotel in Sisophon können sich auch die streng budgetierten Backpacker ohne schlechtes Gewissen leisten. Trotz der niedrigen Zimmerkosten von ca. 320 Baht – also umgerechnet knapp 9,- bis 10,- Euro – hat das Botoum Hotel gute Bewertungen in allen Punkten – vom Service über die zentrale Lage bis zur Sauberkeit.
  • Das Pyramid Hotel &Spa: In diesem schicken Hotel, welches auch ein Spa für die Erholung nach dem Dschungeltrekking und Tempel erkunden für Sie bereit hält wohnt man fast schon luxuriös – und zahlt trotzdem nur knapp 22,- Euro die Nacht. Es ist also hervorragend geeignet für Mittelklasse-Reisende oder aber für Backpacker, die sich mal etwas gönnen wollen.

Ein paar Worte zum Wetter

Banteay Meanchey ist eine Tiefebene, deren Vegetation von dem Fluss Mongkol Borei versorgt wird - somit ist es generell recht tropisch und luftfeucht in der gesamten Region. Für die Bedingungen bedeutet das, dass nur einem unempfindlichen Asienspezialisten anzuraten ist, diese Region und seine alten Tempelanlagen in den besonders heißen und schwülen Monaten zwischen Anfang März und Ende Mai zu erkunden. Sie sollten schon eine gute Konstitution mitbringen, um bei 35 Grad heißer und feuchter Dschungelluft über aufgeheizte Steinruinen zu klettern und das genießen zu können. Auch die anschließende Regenzeit von Anfang Juni bis Ende Oktober ist mehr was für furchtlose Entdecker und Monsunromantiker. Man muss aber auch sagen, dass sowohl die heiße als auch die regenreiche Zeit ihre Vorteile und besonderen Reizen haben - wenn Sie diese zu schätzen wissen. 

Echte Kambodscha-Spezialisten lieben sie sogar. Vor allem, weil Sie in dieser Zeit auf noch weniger Touristen in dieser eh schon relativ wenig bereisten Region Kambodschas treffen und anschließend wirklich von sich behaupten können, den Dschungel gemeistert zu haben. Wesentlich angenehmer sind natürlich die deutlich kälteren und weniger feuchten Monate von Anfang November bis Ende Februar. Nicht, dass Sie dann nur ein Dschungeltrekking- und Ruinenhopping-Light machen könnten, aber die Region zeigt sich dann von ihrer allerbesten Seite – sowohl klimatisch, als auch, was das Treiben der Menschen dort angeht, denn auch die Einheimischen sind in dieser Zeit traditionell am aktivsten.

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