Kriminalität in Kambodscha

Kambodscha als Reiseland: Gefahren und Risiken für Touristen

Um die Frage bezüglich der Sicherheit beantworten zu können, ist es wichtig, Kambodscha als Land zu verstehen. Im Vergleich zu anderen ostasiatischen Ländern kann Kambodscha auch aufgrund eines geringen Pro-Kopf-Einkommens von weniger als 100 US Dollar im Monat als Entwicklungsland bezeichnet werden. Auch wenn Kambodscha als sicheres Reiseland bezeichnet werden kann, gibt es einige Aspekte, die Sie bezüglich der Sicherheit und der Kriminalität wissen sollten. Welche das sind - lesen Sie mehr!

Informationen über Kriminalität in Reiseland Kambodscha
Kriminalität in Kambodscha

Das ist das moderne Kambodscha

Um die Sicherheitslage in Kambodscha verstehen zu können, werfen wir einen Blick zurück in Kambodschas jüngste Vergangenheit. Erst seit dem 24. Juni 1991 herrscht in Kambodscha Waffenstillstand. Unter Vermittlung der Vereinten Nationen wurde am 24. Juni 1991 ein Waffenstillstandsabkommen unterzeichnet. Am 23. Oktober 1991 folgte der Pariser Friedensvertrag, den die vier Bürgerkriegsparteien unterzeichneten. Um die politischen Verhältnisse zu stabilisieren, kam Kambodscha für 18 Monate unter eine Übergangsverwaltung der Vereinten Nationen (UN), wobei die Überwachung des Waffenstillstands und die Organisation der Wahlen von einer Friedenstruppe

flankiert wurden. Die für 1993 anberaumten Wahlen wurden von den Roten Khmer boykottiert. Was folgte, waren erneut aufflammende Kämpfe, eine Massenflucht der Bevölkerung sowie Wirtschaftssanktionen der UN. Erst 1996 brachen die Roten Khmer allmählich auseinander, doch die politischen Verhältnisse blieben turbulent.

 

Heute hat Kambodscha eine konstitutionelle Monarchie mit einem demokratischen Mehrparteiensystem. Staatsreligion ist der Buddhismus. Am 29. April 1993 wurde eine neue Verfassung verabschiedet, in der eine marktwirtschaftliche Ausrichtung sowie der Umwelt- und Naturschutz festgeschrieben und die Todesstrafe abgeschafft wurden. Bezüglich der Abschaffung der Todesstrafe gilt Kambodscha als Vorreiter in ganz Asien. Vor diesem Hintergrund ist zu verstehen, dass Kambodscha bis zur Jahrtausendwende ein Hort des Schreckens, des Verbrechens und der Kriminalität war. Mittlerweile haben sich die politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen verbessert. 

Sicherheitsrisiken und Kriminalität in Kambodscha - ein Überblick

Grundsätzlich gelten für Kambodscha die üblichen Verhaltensregeln. Das bedeutet, dass Sie Smartphones, Uhren, Schmuck, Kameras oder Bargeld nicht sorglos in der Öffentlichkeit präsentieren oder offen liegenlassen sollten getreu dem Sprichwort: Gelegenheit macht Diebe. Sofern Sie mit einem Tuk Tuk unterwegs sind, sollten Sie Rucksäcke und Taschen zwischen den Beinen verstauen, wobei manche Tuk Tuks aus Sicherheitsgründen mit einem Gitter ausgestattet sind. Bei Fahrten mit Tuk Tuks sowie bei Motorradtaxis und zu Fuß müssen Sie damit rechnen, dass Handtaschen, Schultertaschen oder Rucksäcke weggerissen oder abgeschnitten werden. Besser ist es, darauf zu verzichten oder sie so zu tragen, dass sie von der Straßenseite abgewandt sind. Auf der ganz sicheren Seite sind Sie, wenn Sie auf das Tragen oder Mitführen von Wertgegenständen in der Öffentlichkeit verzichten und lediglich eine geringe Menge Bargeld mit sich führen.

Landesspezifische Sicherheitshinweise

Vor dem Antritt der Reise nach Kambodscha sollten Sie sich auf den Seiten des Auswärtigen Amtes über aktuelle und landesspezifische Sicherheitshinweise informieren.

 

  • So kann es insbesondere in und um die Hauptstadt Phnom Penh und auch in anderen Landesteilen aufgrund politischer und sozialer Spannungen immer mal wieder zu Kundgebungen und Demonstrationen kommen. In der Vergangenheit haben sich daraus vereinzelt Gewaltausbrüche entwickelt, weshalb Sie als Tourist Menschenansammlungen meiden sollten.
  • Spannungen gibt es nicht nur innerhalb Kambodschas, sondern auch im Verhältnis mit Thailand. Auch wenn der Streit über den Grenzverlauf zwischen beiden Ländern beigelegt ist, wobei es sich konkret um das den Tempel Preah Vihear umgebende Gebiet handelt, kann es jederzeit erneut zu einer Verschärfung der Sicherheitslage kommen.
     
  • Steigende Zahlen sind vor allem bei tätlichen Angriffen und Raubüberfällen zu verzeichnen. Das gilt vor allem für touristische Zentren in Phnom Penh, in Sihanoukville und in Kampot. Auch in Siem Reap und Sihanoukville steigen die Diebstähle an, und zwar auch in Gästehäusern und Hotels. Betroffen sind vor allem Ausländer, wobei die Überfälle teilweise mit Messern oder Schusswaffen verübt werden. Das gilt auch für das Gebiet um das Flussufer des Boeng Keng Kang und des Tonlé Sap. Es sind vor allem Alleinreisende, die deshalb zu besonderer Vorsicht ermahnt werden.
     
  • In jüngster Zeit werden vereinzelt auch Ausländerinnen Opfer von sexuellen Übergriffen. Geschehen ist das im Badeort Sihanoukville, weshalb von nächtlichen Strandspaziergängen, insbesondere auch allein, dringend abgeraten wird. Erschwerend kommt hinzu, dass HIV/AIDS dort sehr verbreitet sind, weshalb Opfer nach einem sexuellen Übergriff in jedem Fall unverzüglich einen Arzt aufsuchen sollten.
  • Die kriegerischen Auseinandersetzungen haben bis heute ihre Spuren hinterlassen. Das gilt für die Seele der älteren Menschen ebenso wie für die Überbleibsel. Zwar sind weite Teile Kambodschas von Munitionsresten, Blindgängern und Minen befreit worden. Doch in einigen entlegeneren Provinzen gibt es noch Gefährdungsgebiete. Das gilt vor allem für die Regionen, die im Grenzgebiet zu Thailand liegen.

Eine besondere Gefahrenquelle: Verkehrsmittel in Kambodscha

Es mag etwas befremdend sein, im Zusammenhang mit der Kriminalität auch die Sicherheit im öffentlichen Verkehr als besondere Gefahrenquelle zu bezeichnen. Tatsächlich sind der Straßenverkehr sowie die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel die wohl größte Gefahr für Leib und Leben in Kambodscha. Die Straßen in Kambodscha sind trotz steigender Investitionen in dieInfrastruktur in einem sehr schlechten Zustand.


 

Eine fehlende Straßenbeleuchtung, Schlaglöcher und Schotterpisten bestimmen vielerorts das Bild. In ebenso schlechtem Zustand sind die Fahrzeuge, die diese Straßen befahren. Das gilt weniger für die Optik als für die technische Ausstattung beziehungsweise Funktionstüchtigkeit. Gefahren wird im Freestyle. Auch wenn es Verkehrsregeln gibt, werden diese einfach missachtet. Zweiradfahrer sind regelmäßig ohne Helm unterwegs, auch wenn es eine Helmpflicht gibt. Für Fußgänger ist die Überquerung einer viel befahrenen Straße eine Art Geschicklichkeitsspiel, das mit einem besonderen Nervenkitzel verbunden ist, um es spielerisch auszudrücken. Ja, es gibt einige wenige Ampeln in Kambodscha. Sich darauf zu verlassen, wäre allerdings grob fahrlässig.

 

Abschließend ist festzuhalten, dass die Sicherheitslage in Kambodscha schwieriger geworden ist. Vor Reiseantritt sollten Sie sich zwingend auf den Seiten des Auswärtigen Amtes über aktuelle Entwicklungen informieren.

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