Malaria in Kambodscha

Die Malaria ist in Kambodscha auf dem Rückzug

Überall dort, wo die tropische Vielfalt der Zivilisation weichen muss, wird die Gefahr, an Malaria zu erkranken geringer. Gleichwohl ist die auch Sumpf- oder Wechselfieber genannte Infektionskrankheit immer noch in Kambodscha vorhanden und kann in allen bekannten Varianten ausbrechen. Der Tropenkrankheit fallen weltweit pro Jahr schätzungsweise 400 Millionen Menschen zum Opfer, für einige von ihnen endet der Krankheitsverlauf tödlich. Wir zeigen Ihnen nachfolgend, wo in Kambodscha das Risiko besonders groß ist, und wie Sie sich effizient schützen können.

Die Tropenkrankheit Malaria in Kambodscha
Malaria in Kambodscha

Mehrere Formen der Malaria

  •          Plasmodium falciparum
    Weil aus diesem Parasit die äußerst risikoreiche Malaria Tropika entsteht, bleiben für Erkennung und Gegenmaßnahmen nur ein bis zwei Tage. Wird diese Form der Tropenkrankheit nicht rechtzeitig erkannt und behandelt, endet sie in den meisten Fällen tödlich.

    ·         Plasmodium ovale und vivax
    Beide Erreger sind für den Ausbruch der etwas leichter verlaufenden Malaria Tertiana verantwortlich. Die Malaria Variante ist zwar sehr unangenehm, allerdings ist sie nicht zwingend mit Lebensgefahr verbunden.

    ·         Plasmodium malariae
    Ebenfalls unschön aber nicht lebensbedrohend ist der Ausbruch der Malaria Quartana, für welche der Erreger Plasmodium malariae die Verantwortung trägt. 

Inkubationszeit schwer zu bestimmen

Zum einen dauert es bei jedem Erreger unterschiedlich lang, bis die Krankheit zum Ausbruch kommt, zum anderen können vorbeugende Maßnahmen den Krankheitsausbruch zeitlich verzögern. Bei einigen Opfern kann die Malaria bereits nach wenigen Tagen ausbrechen, andere klagen erst nach Monaten über typische Beschwerden. 

Der Übeltäter

Genau genommen handelt es sich um eine Übeltäterin, denn nur die weibliche Anapher Mücke überträgt den Malariavirus. Die Übertragung erfolgt in den meisten Fällen bei Sonnenuntergang oder in den frühen Abendstunden. Der jeweilige Erreger wird beim Stich über die Blutbahn den Nieren zugeführt, er beginnt dort sein zerstörerisches Werk, indem er die roten Blutkörperchen dezimiert. Dieses geschwächte Umfeld bildet letztendlich die Basis für den Ausbruch der Malaria. Die Krankheit kann jedoch nur in sehr seltenen Fällen von Mensch zu Mensch übertragen werden.

Malaria - in allen tropischen Regionen der Erde präsent

Während auf dem afrikanischen Kontinent die Gefahr einer Malaria Infektion sehr groß ist, werden aus asiatischen Ländern kontinuierlich zurückgehende Werte gemeldet. Der Grund: Die fortschreitende Abholzung des Regenwaldes beraubt die Mücke dort ihres Lebensraumes, in Großstädten oder Hotelanlagen für Touristen kann die Anapher Mücke nicht überleben.

 

In Afrika ist hingegen die Lebensgrundlage für den Moskito weitgehend erhalten, dementsprechend finden 90 Prozent der bekannten Infektionen in den tropischen Regionen des schwarzen Kontinents statt. Unbestätigten Schätzungen entsprechend gibt es weltweit jedes Jahr zwischen 300 und 500 Millionen Malariafälle, für etwa 1.5 Millionen Infizierte endet der Kontakt mit einem Erreger tödlich. In der Regel sind die Toten dem Erreger Plasmodium falciparum zum Opfer gefallen.

Krankheitsverlauf

Bei allen vorkommenden Varianten zerstören die Erreger die roten Blutkörperchen des Opfers. Bei der Malaria Tropika sind die Symptome aufgrund der Zügellosigkeit des Erregers besonders extrem. Es kommt neben enormen Fieberschüben zu Störungen von Herzrhythmus und Atmung in Begleitung von Durchfall und Erbrechen. Beeinträchtigungen der Funktion von Nieren und Kreislauf sowie unzureichende Versorgung mit Sauerstoff sind weitere unangenehme Begleiterscheinungen der Malaria Tropika. Nur wenn kompetente Behandlung sofort erfolgen kann, besteht für das Opfer eine gute Chance.

 

Die anderen dargestellten Malaria Varianten resultieren in identischen Symptomen mit abgeschwächter Erscheinungsform, gleichwohl sind sie äußerst unangenehm und sollten zeitnah behandelt werden.

Behandlung stationär oder ambulant

Wer an Malaria Tropika erkrankt ist, muss in jedem Fall stationär in einem spezialisierten Tropenkrankenhaus behandelt werden. Die dort verabreichten Medikamente sind auch als Notfall-Set erhältlich. Urlauber, die ihre Ferien in Kambodscha abseits der Reiserouten verbringen möchten, sollten die Medikamenten-Zusammenstellung in ihrer Reiseapotheke mitführen. Denn bei Malaria Tropika ist sofortige Behandlung die einzige Garantie für das Überleben.

 

Die Malaria Varianten Tertiana und Quartana werden in der Regel ambulant behandelt, die dafür genutzten Medikamente können ebenfalls in der Reiseapotheke mitgeführt werden.

Vorbeugende Maßnahmen sind allerdings zunehmend sinnlos, weil die Erreger weitgehend resistent auf Prophylaxe reagieren. Es gilt daher, das Risiko zu minimieren.

Wo besteht die wirkliche Gefahr

Wie bereits erwähnt, nimmt auch in Kambodscha der Regenwald immer mehr ab. Der im Süden gelegene Badeort Sihanoukville war noch vor sieben Jahren von dichtem Dschungel eingerahmt, dementsprechend groß war die Möglichkeit, auf Schlangen, Skorpione oder Moskitos, zu treffen. Mittlerweile ist der Urwald neuen Häusern sowie betonierten Straßen gewichen und Moskitos sind nur noch in der Regenzeit häufiger wahrnehmbar. In Strandnähe finden Sie selbst in den Monsunmonaten keine Überträger, da die salzhaltige Luft die Präsenz verhindert.

 

Gleiches gilt für die Hauptstadt Phnom Penh, die Region um den Tonle Sap oder für Siem Reap, hier befindet sich das oft besuchte Angkor Wat. Deutlich größer ist die Gefahr einer Malariainfektion in den nördlichen Grenzgebieten zu Laos und Vietnam.

So schützen Sie sich vor den Moskitos

Do it like the locals: Ein alter aber überaus berechtigter Leitfaden durch das Leben von Europäern in den Tropen. Auf das Malariaproblem umgelegt bedeutet dies, bei einbrechender Dunkelheit lange Röcke oder Hosen sowie langarmige Shirts zu tragen. Die Schlafstätte sollte immer von einem intakten Moskitonetz umgeben sein, aus eigener Erfahrung können wir einen laufenden Ventilator vor dem Bett als Alternative empfehlen.

Urlauber schützen ihre Haut zudem durch das Auftragen überall erhältlicher Mückenmittel, idealerweise mit Limonengeruch. Moskitos mögen keine kalte Luft, deshalb sind Hotelzimmer mit Klimaanlagen sicherer Aufenthaltsorte. Erfahrene Asienurlauber oder Expats erkennen gefährliche Mücken an ihrem Erscheinungsbild und meiden extrem schmutziges oder feuchtes Umfeld. Besonders häufig sind die Plagegeister unter Tischen und in Zierpflanzen anzutreffen. Wer abends zu langen Hosen feste Schuhe trägt und nicht im Dunkeln neben tropischen Pflanzen seinen Drink genießt, ist weitgehend auf der sicheren Seite,

Ein elektrischer Tennisschläger zur Abwehr von Moskitos
Ein elektrischer Tennisschläger

Noch einmal: Prophylaxe hilft in jedem Fall Ihrem Apotheker, Ihnen jedoch kaum noch, da sich die Erreger auf alle Mittel am Markt eingestellt haben.

 

Sie können jedoch der alltäglichen Mückenplage etwas Spaß abgewinnen. Gehen Sie dazu auf den Markt (Phsar Leu) in der Innenstadt von Sihanoukville und erstehen Sie für drei bis fünf Dollar einen elektrischen Tennisschläger. Die sind im ganzen Land sehr gefragt, batteriebetrieben und beseitigen mit dem Strom führenden Drahtgeflecht alle Arten von Fluginsekten. Der Autor dieses Artikels kommt schon seit sieben Jahren ohne Mückenspray aus, indem er bei Einbruch der Dunkelheit Türen und Fenster schließt und anschließend fünf Minuten mit dem Tennisschläger Abendsport betreibt.

Zur Übersicht: Impfungen & Gesundheit

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