Japanische Enzephalitis in Kambodscha

Die Japanische Enzephalitis ist gefährlich beim Lanzeiturlaub

Malaria und Denguefieber bedrohen Urlauber in allen tropischen Regionen der Erde. Eine Infektion mit japanischer Enzephalitis ist hingegen nur in asiatischen Ländern möglich. Übertragen wird die Virusinfektion durch Stiche verschiedener Moskitoarten wie beispielsweise die Reisfeldmücke Culextritaeniorhynchus. Eigentlich hat die Natur eine Vermehrung der Viren im Menschen nicht vorgesehen, sondern auf Haustiere oder frei lebende Vögel beschränkt. Meist sind die Übertragungen eher zufälliger Natur und finden bevorzugt in ländlichen Umgebungen statt. In ganz Asien werden jährlich etwa 50.000 Infektionen registriert, 10 bis 15 Tausend davon enden tödlich. 

Der Kambodschanische Dschungel ist ein Risikogebiet für die Japanische Enzephalitis
Risikogebiet Dschungel

Wo das Risiko wann am größten ist

Die japanische Enzephalitis tritt in ganz Asien auf, die meisten Fälle werden jedoch aus den südöstlichen Ländern wie Thailand, Kambodscha, Laos oder Vietnam gemeldet. Ein gewisses Risiko ist dort ganzjährig gegeben, während und nach der Regenzeit ist es jedoch besonders hoch. In Kambodscha treten die meisten Fälle in den Monaten zwischen Mai und November auf. Typische Regionen mit großem Infektionsrisiko sind ländliche Gebiete mit großen Wasserflächen, also Reisfelder oder Farmen mit Schweinehaltung.

 

Die Viren vermehren sich insbesondere in Schweinen äußerst rasant, die Stechmücken nehmen diese auf und übertragen sie unter anderem auf Menschen. Die Überträger sind nachtaktive Mücken, daher ist die Wahrscheinlichkeit einer Infektion nachts besonders hoch. 

Das Krankheitsbild der japanischen Enzephalitis

Die übertragbare Virusinfektion kann unter anderem Hirnhautentzündung hervorrufen, durch welche nicht selten das Gehirn irreparablen Schaden davon trägt. Von der Übertragung bis zu den ersten Symptomen kann eine bis drei Wochen vergehen, danach breitet sich im ganzen Körper zunehmend spürbare Schwäche aus. Es folgen Fieberschübe, Abgeschlagenheit und mit Erbrechen verbundene Übelkeit, insbesondere Kinder klagen häufig über Bauchschmerzen.

 

Handelt es sich um einen leichteren Infektionsfall, sind die Beschwerden nach 14 Tagen weitgehend überwunden. Bei schwerwiegenden Fällen erfolgt eine Vermehrung des Virus im zentralen Nervensystem. Die Folgen davon sind schwindende Kontrolle über Bewusstsein und Bewegung, auch tödliche Krankheitsverläufe liegen im Bereich des Möglichen. Fachleute raten grundsätzlich bei jedem Fall von japanischer Enzephalitis zu ärztlicher Behandlung. 

Warum die japanische Enzephalitis eine wirklich gefährliche Tropenkrankheit ist

  • Der Erreger befindet sich derzeit auf dem Vormarsch und erreicht auch bisher unbelastete Regionen.
  • Bricht die Krankheit erst einmal aus, ist die Sterblichkeit mit 30 Prozent sehr hoch. - Auch die Überlebenden bleiben von dramatischen Nachwirkungen nicht verschont, jeder Zweite klagt über psychische Störungen beziehungsweise Lähmungserscheinungen im Nervensystem. - Von den Folgeerscheinungen sind insbesondere kleine Kinder betroffen. - Bei Erkrankten können bislang nur die Beschwerden gelindert werden, den Erregerviren kann noch kein wirksames Medikament Einhalt gebieten. 

 

 

Rechtzeitig Impfen lassen

Einer Infektion mit japanischer Enzephalitis kann seit 2009 mit einer als wirkungsvoll bezeichneten Impfung vorgebeugt werden. Das Präparat muss zwei Mal gespritzt werden, wobei zwischen der ersten und

der zweiten Verabreichung mindestens vier Wochen liegen sollten. Die Impfung soll zu 95 Prozent vor einer Infektion schützen und diesen Schutz für ein Jahr gewährleisten.

Der Gesetzgeber verbietet  den Impfstoff für 


Minderjährige und Schwangere. Bei genauer Betrachtung ist die Impfung nicht dringend notwendig, solange kein Abenteuerurlaub abseits der Zivilisation auf dem Programm steht.

Vorbeugen reicht für den Normalurlaub vollkommen

Die meisten Reisenden besuchen in Kambodscha kurz die Provinz Siem Reap, um die Tempelruine Angkor Wat zu besichtigen. Da die Hauptstadt nur wenig touristische Reize ausübt, wird der Urlaub in der Regel im Badeort Sihanoukville fortgesetzt. An der Küste jedoch sind die Überträger der japanischen Enzephalitis nicht anzutreffen, weil sie die salzhaltige Brise vom Meer scheuen. Selbst in der Nacht bleiben Strandbarbesucher von den Malaria oder Denguefieber übertragenden Plagegeistern verschont.

 

In der Innenstadt helfen dagegen einfache Maßnahmen wie:

  • Langarmshirts und lange Hosen.
  • Mückenmittel für die freibleibenden Hautflächen.

 

Etwas aufwendiger sind die Präventivmaßnahmen bei einem Besuch des Hinterlandes. Im Reisanbaugebiet Battambang beispielsweise kann auf das Mitführen eines intakten Moskitonetzes nicht verzichtet werden. Die meisten Gasthäuser sind zwar mit Fliegengittern an Fenstern und Haustüren ausgestattet, doch die sind nicht immer voll funktionsfähig. Gute Hotelzimmer bieten mit Klimaanlagen weitgehenden Schutz, da Moskitos Wärme bevorzugen und Kälte scheuen.

 

Beim Aufenthalt im Freien muss hingegen optimale Bekleidung in Verbindung mit sorgfältig aufgetragenem Insektenmittel schützen. Der tagsüber stattfindende Ausflug in die ländliche Umgebung ist allerdings weniger gefährlich als angenommen, da die übertragenden Moskitos nachtaktiv sind. Gleichwohl sollten stehende Gewässer gemieden werden, weil dort die unterschiedlichsten Mücken bei Tag und bei Nacht präsent sind. Abstecher in die Grenzgebiete zu Laos und Vietnam erfordern aufgrund des dort noch vorhandenen Regenwaldes die disziplinierte Einhaltung aller geschilderten Vorsichtsmaßnahmen. Darüber hinaus sollte nur imprägnierte und geeignete Kleidung zum Einsatz kommen.

 

 

Eines zum Abschluss: Gerade auf dem Land ist die medizinische Versorgung Kambodschas noch nicht auf internationalem Standard. Außerdem sprechen die wenigsten Mediziner ausreichend Englisch. 

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