Das Kardamongebirge

Chuor Phnom Krâvanh in Kambodscha entdecken

Das Gebirge Chuor Phnom Krâvanh, auch Kardamomgebirge genannt, ist ein Gebirgszug im Südwesten Kambodschas, der sich entlang des Golfs von Thailand erstreckt. Im Norden besteht er überwiegend aus Sandstein, während das im Süden liegende kleinere Elefantengebirge Erhebungen von bis zu 1.100 Metern aufweist. Im östlichen Teil befindet sich der Phnom Aural, der mit 1.764 Metern der höchste Berg Kambodschas ist. Heute sind weite Teile des Kardamongebirges Schutzgebiete. Warum das so ist - lesen Sie mehr

Die Kardamomberge oder auch Chuor Phnom Krâvanh genannt, sind eines der schönsten und größten Naturschutzgebiete in Kambodscha.
Die Kardamomberge sind eines der schönsten und größten Naturschutzgebiete in Kambodscha.

Das Kardamomgebirge und seine geologische Beschaffenheit

Das gewaltige Kardamomgebirge erstreckt sich nördlich von Koh Kong bis hoch nach Pursat. In südöstlicher Richtung reicht es über den Kirirom-Nationalpark bis zum Elefantengebirge und den Bokor-Nationalpark. Insgesamt hat es eine beeindruckende Fläche von 20.000 Quadratkilometern. Höchste Erhebung ist der Phnom Aoral mit 1.764 Metern. Es sind nicht nur die gewaltigen Höhenunterschiede, die den Charakter von Chuor Phnom Krâvanh bestimmen. Bezeichnend sind auch die unterschiedlichen klimatischen Verhältnisse, die vom regenreichen Emerald-Tal bei Bokor bis zur vergleichsweise trockenen Kirirom-Region reichen. Diese unterschiedlichen klimatischen Voraussetzungen sind es auch, die diese Region zu einer der artenreichsten Gebiete in ganz Südostasien machen.

Die ökologische Bedeutung des Kardamomgebirges

Die Wälder des Chuor Phnom Krâvanh sind eines der letzten Regenwaldgebiete, die in Südostasie noch intakt sind. Das Gebirge weist die größte Population von asiatischen Elefanten in Kambodscha sowie weiteren selten gewordenen Tierarten auf. Unter anderem sind die Kardamomberge der Lebensraum für den kleinen Malaysia-Tiger sowie für indonesische Tiger. Hier sind auch Malaienbären, Nebelparder, Kappengibbons und um die 450 Vogelarten zuhause, wobei es in entlegeneren Regionen auch Leoparden und verschiedene Bärenarten gibt. Das Siam-Krokodil galt in freier Wildbahn bereits als ausgestorben, bis einige Exemplare im Kardamomgebirge entdeckt wurden.

Schutzgebiete im Kardamomgebirge

Aufgrund der Artenvielfalt und wegen des intakten Regenwaldes sind einige Gebiete im Kardamomgebirge zu Schutzgebieten ernannt worden. Eine Fläche von 4.013 Quadratkilometern bei Thmar Bang ist als zentrales Kardamom-Waldschutzgebiet ausgewiesen. Das gilt auch für das Phnom Samkos Schutzgebiet mit einer Fläche von 3.338 Quadratkilometern und das Phnom-Aoral-Wildtier-Schutzgebiet mit einer Fläche von 2.538 Quadratkilometern. Das Phnom Samkos Schutzgebiet erstreckt sich in Richtung der thailändischen Grenze. Mit dazu gehört auch der zweithöchste Berg Kambodschas, der Phnom Samkos mit einer Höhe von 1.717 Metern, sowie die Berge Tumpor und Khmaoch. Dieses Gebiet ist außerdem ein bedeutendes Vogelschutzgebiet und von BirdLife International als solches ausgewiesen. Im südlichen Teil des Kardamomgebirges ist seit dem Jahr 2002 der South West Elephant Corridor eingerichtet worden. Ziel dieses Projektes ist es, die Elefantenrouten zu schützen und den Wechsel

der Tiere von einem Schutzgebiet in das andere zu fördern. Real geschützt werden die Schutzgebiete von Nichtregierungsorganisationen, sogenannten NGO´s (non-governmental organization) und bewaffneten Parkaufseher, die die seltenen Tierarten unter anderem vor Wilderern und Trophäenjägern schützen.

Das Kardamomgebirge als beliebtes Ziel für Ökotourismus

Das Kardamomgebirge ist seit einigen Jahren ein beliebtes Reiseziel für Touristen, die eine besondere Affinität zur Natur haben und das ultimative Naturerlebnis suchen. Insoweit ist hier der Ökotourismus vorrangig, der eine gute Einnahmequelle für die lokale Bevölkerung ist und in dessen Mittelpunkt ein schonender Umgang mit der Natur, mit dem Wald und der Tierwelt steht. Viele der Einwohner bieten Homestays an, deren Baustil und einfache Ausstattung zum Naturerlebnis Kardamomgebirge passen. Meistens sind es schlichte Bungalows aus Bambus, die keine Klimaanlage und nur begrenzt Strom haben. Um diese Form des Tourismus zu etablieren, gibt es Projekte, die die Dorfbewohner in der Umsetzung unterstützen. Dabei ging es zunächst nicht nur darum, den Dorfbewohnern in Bezug auf den Ökotourismus Hilfestellung zu leisten, sondern durch diese Form des Tourismus eine nachhaltige Lebensgrundlage zu schaffen. Auf diese Weise hatten die Menschen eine verlässliche Einnahmequelle und waren nicht wie bisher darauf angewiesen, ihren Lebensunterhalt durch Brandrodung, illegales Abholzen der Wälder und durch Wilderei bestreiten müssen.

In dem kleinen kambodschanischen Dorf Chi Pat leben zirka 600 Familien mitten in der Natur der Kardamomberge.
In dem kleinen Dorf Chi Pat leben zirka 600 Familien mitten in der Natur.

Das kleine Dorf Chi Pat - ein Beispiel für funktionierenden Ökotourismus

Ein Beispiel für gelungenen Ökotourismus ist das kleine Dorf Chi Pat, das federführend in diesem Bereich ist. Es befindet sich mitten im Kardamomgebirge am Phi-Pot-Fluss, 120 Kilometer südöstlich von Koh Kong und rund 20 Kilometer flussaufwärts von An Doung Tuek. In dem malerischen Örtchen wohnen etwa 600 Familien, deren Häuser auf einer Länge von drei Kilometer entlang der Straße erbaut wurden. Außerdem gibt es mehrere Restaurants und Kneipen, einen Markt und kleine Verkaufsstände, an denen die Bewohner Obst und Gemüse, Snacks und andere Dinge des täglichen Bedarfs kaufen können. In Chi Pat lebten die Menschen früher vorwiegend von der Landwirtschaft, für die sie Brandrodung betrieben, um ausreichend Land für Felder zu gewinnen. Außerdem erwirtschafteten sie Geld aus illegalem Holzschlag und Wilderei.

 

Um die weitere Abholzung des Regenwalds und die Wilderei zu unterbinden, wurde 2002 die Wildlife Alliance gegründet. Wichtig war, die Bevölkerung in das Projekt einzubinden. Aus diesem Grund wurde 2007 zusammen mit der Wildlife Alliance der gemeindebasierte Ökotourismus unter dem Namen Chi-Phat-Community-Based Ecotourism (CBET) eingeführt. Dank der Einnahmen aus dem Ökotourismus akzeptieren und schätzen die Dorfbewohner heute den nachhaltigen Schutz der Natur, insbesondere der Tierwelt und der Wälder im Kardamomgebirge. Insgesamt haben die verschiedenen Öko-Projekte erfolgreich zum Schutz des Regenwalds und der Tierwelt beigetragen und werden das auch in Zukunft tun.

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