Aktuelle Situation für Reisende in Kambodscha

Unruhen im Land der Khmer

Das Königreich Kambodscha hat es einmal wieder kurzfristig in die Schlagzeilen der Weltpresse gebracht. Es ist sicherlich traurig, dass bei einer Demonstration auf Demonstrierende geschossen wurde. Die allgemeine Sicherheitslage ist dennoch stabiler als je zuvor. Hier herrscht nicht wirklich eine demokratische Staatsform und Demonstranten wären hier früher sicherlich mit Panzern und Maschinengewehren in Schach gehalten worden, beziehungsweise wären niemals auf die Idee gekommen, für oder gegen irgend etwas zu demonstrieren.

Was exakt war vorgefallen?

Textilarbeiter in den Fabriken westlich der Hauptstadt Phnom Penh streikten und beteiligten sich an Demonstrationen. Es ging im Wesentlichen um eine Anhebung der monatlichen Mindestlöhne. Dieser betrug 80 US-$ im Monat und führte dazu, das fast alle Markenhersteller (Puma, Nike, Adidas und viele mehr) ihre Produktionsstandorte innerhalb Asiens nach Phnom Penh verlagerten. Die Arbeiter werden von der Opposition unterstützt und fordern eine Verdoppelung dieses Mindestlohns. Eine Nachbesserung der Löhne von verhandlungsführenden Politikern auf 95 US-$ wurde belacht, das geschah um den Heiligabend. Die Streikaktionen nahmen zu und berührten erstmals den Verkehr in der Hauptstadt. Die Schüsse auf Demonstranten fielen aus einer Gruppe von rund 100 Soldaten, welche eine Streikgruppe von mehreren 100 Personen in der Gegend der Textilfabriken ~20 km westlich der Stadt daran hindern wollten, den Marsch auf die Hauptstadt anzutreten.

Warum wurde geschossen?

Die Soldaten folgen ihren Befehlen und gehörten einer Riot-Control Einheit an. Die Streikenden waren mit einfachen Stöckern, Knüppeln und Steinschleudern bewaffnet und eine gewisse Gewaltbereitschaft bei denen darf leider auch unterstellt werden. Der Staatsschutzapparat in Kambodscha untersteht seit 28 Jahren der unbeugsamen Politik des Ministerpräsidenten Hun Sen. Er ist für rüdeste Maßnahmen und ein absolutes Fehlen von Deeskalationsgebaren oder gar Toleranz bekannt und berüchtigt. Es wird nun natürlich behauptet, die Streitkräfte haben in Notwehr gehandelt. Fakt ist aber auch, dass buddhistische Mönche, Streikende und Pressefotografen mit Schlagstöcken bearbeitet wurden, wie Augenzeugen berichteten.

Welche Auswirkungen hat das auf die Sicherheit von Reisenden?

Gar keine, oder fast gar keine. Die Staatsgewalt möchte die Verkehrswege völlig frei von Demonstranten und Protestlern halten. Die Wende zum Gewalteinsatz erfolgte nach einer 14-tägigen Phase friedlicher Proteste. Neue Gewalttätigkeiten der Ordnungshüter können generell nicht ausgeschlossen werden, sie sind aber auch nicht unbedingt zu erwarten. Mit den zunehmenden Touristen, welche in das Reiseparadies Kambodscha kommen und dem fortschreitenden Ausbau der Straßennetze, sind Sicherheitsaspekte heutzutage nicht wirklich mehr vorrangig.

Wie kann ich dazu beitragen, die Situation für die Einheimischen zu verbessern?

Global Resourcing ist das Schlagwort der Konsumgüterindustrie. Das bedeutet eine weltweite Fahndung nach Billiglohnländern für Gebrauchsartikelproduktionen. Kambodscha ist ein Schwellenland, in welchem es erstmals sichere Arbeitsplätze für die Bevölkerung, Trinkwasser und Nahrungsmittel gibt. Das nutzen die globalen Markenartikler aus und fabrizieren hier. Nur Ihr Konsumentenverhalten kann diese Giganten am Markt in Wallung bringen, ansonsten sind Profitmaximierungen der hauptsächliche Beweggrund unternehmerischer Entscheidungen. Nicht hinzureisen wäre ein Fehler, denn das Land ist so herrlich einzigartig. Kaufen Sie doch einmal Markenbekleidung zu Spottpreisen von den hiesigen Märkten vor Ort (Phsar Thmey, Phsar O’Russey oder Phsar Toul Tompong), die stolzen Etiketten an der Ware in € oder $ haben ehrlich nur daheim im reichen Westen ihre Gültigkeit.


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